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Sehr geehrte Ärzte,
hier ist der vollständige Text für Sie:
APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |
Stand: 19. Februar 2026, 19:19 Uhr.
Apotheken-News: Bericht von heute
Ein Schaden von rund 5800 Euro entsteht nicht durch „große Kriminalität“, sondern durch kleine Routinen: Vorbestellen, abholen, aushändigen. Gleichzeitig wird sichtbar, dass Fortbildung und Zuständigkeit im Team keine Nebensache sind, wenn Rollen erweitert werden sollen. Und wo ein Kartentausch 2600 Ausweise betrifft, wird klar, wie eng Prozesssicherheit inzwischen an Technik hängt.
In der Offizin fällt Betrug oft nicht durch Drama auf, sondern durch Routine. Ein Rezept wird vorgelegt, ein Präparat wird „schon mal bestellt“, die Abholung soll später passieren. Genau in dieser Lücke zwischen Service und Kontrolle hat sich in Bayern ein Fall bewegt, der zeigt, wie teuer ein kurzer Moment werden kann.
In Nürnberg und Fürth legte eine Frau in mehreren Apotheken gefälschte Verordnungen über Mounjaro vor. Sie nutzte dabei eine Methode, die auf Alltag setzt: Vorbestellen, später abholen, so wirken Nachfragen weniger auffällig, weil der Prozess schon in der Warenwirtschaft „läuft“. In vier Fällen bekam sie das Medikament ausgehändigt und zahlte lediglich die Rezeptgebühr. Der Schaden liegt bei rund 5800 Euro. Der Wert sitzt nicht nur im Preis der Packungen, er sitzt im Weg, wie Ware im Betrieb geplant, bestellt, bereitgestellt und dann ohne echte Zahlung das Haus verlässt.
Entscheidend wurde dann nicht ein einzelner „falscher Stempel“, sondern ein Prüfpunkt, der im Alltag oft unsichtbar bleibt: Die auf dem Rezept vermerkten Personaldaten stimmten nicht mit den bei der Krankenkasse hinterlegten Daten überein. Hier liegt ein harter Kern moderner Rezeptfälschung: Die Optik kann täuschen, die Datenlogik nicht. Als Apothekenmitarbeitende hellhörig wurden, informierten sie die Polizei, die wiederum Apotheken im Umkreis warnte. Diese Warnkette ist mehr als ein Nebensatz, sie ist die Stelle, an der aus einem Einzelfall kein Serienmodus wird. Die Frau wurde am Dienstagabend in der Nürnberger Innenstadt vorläufig festgenommen; es wird wegen Urkundenfälschung und Betrug ermittelt, ein Untersuchungshaftbefehl wurde erlassen.
In Hessen zeigt ein zweiter Vorgang, wie stark Plausibilitätsprüfungen am Datum und an formalen Unstimmigkeiten hängen. Ein Mann legte in einer Apotheke in Langen ein Rezept für Viridal vor. Auffällig war nicht nur die Aufmachung, sondern auch das Ausstellungsdatum: Es war auf den Folgetag datiert. Die Apotheke behielt das Rezept ein, eine Entscheidung, die im Alltag nicht banal ist, weil sie Konflikt erzeugen kann, aber genau deshalb Schutzwirkung hat. Als der Mann am nächsten Tag zur Abholung erschien, war die Polizei vor Ort. Bei einer Durchsuchung wurden unter anderem ein mutmaßlich gefälschter Arztstempel und Blankorezepte sichergestellt. Auch hier ist die Mechanik klar: Wenn Tatmittel professioneller werden, verlagert sich die Abwehr auf Prozessdisziplin und auf die Fähigkeit, im richtigen Moment nicht „aus Service“ zu handeln.
Für Apothekenbetriebe hängt an solchen Fällen mehr als ein Polizeibericht. Es geht um Warenwerte, um Retaxationsrisiken, um Haftungs- und Dokumentationsfragen und um die Frage, wie viel Zeit ein Team im HV für Prüfpfade realistisch aufbringen kann, ohne dass die Versorgung im Raum kippt. Betrug nutzt Tempo, und Tempo ist in vielen Apotheken längst knapp.
Genau an dieser knappen Ressource „Mensch im Betrieb“ entzündet sich die zweite Debatte, die derzeit besonders scharf geführt wird: die PTA-Vertretung und die Frage, wie Aufgaben in der Apotheke künftig verteilt werden sollen. Dr. Ina Lucas und Anja Zierath waren sich in der Diskussion schnell einig: In der aktuellen Version sei die PTA-Vertretung „komplett sinnlos“, weil ein Konzept fehlt, das zuerst die Aufgaben beschreibt und danach sauber trennt, was aus Gründen der Arzneimittelsicherheit und des Leitungsvorbehalts delegierbar ist und was nicht.
Der Konflikt verläuft dabei nicht entlang der Behauptung „PTA können das nicht“. Der Konflikt verläuft entlang der Schutz- und Verantwortungslogik. Zierath kritisiert, dass der Vorschlag ohne Weiterqualifizierung, klare Regelung und Einschränkung nicht tragbar sei, „nicht weil eine PTA das nicht könnte, sondern weil die PTA angestellt ist und geschützt werden muss“. In diesem Satz steckt ein juristisch-praktischer Kern: Wer angestellt ist, trägt nicht die gleiche Organisationsmacht wie eine Leitung, steht aber im Zweifel in der ersten Reihe, wenn Fehler passieren oder Druck wächst.
Gesundheitsministerin Nina Warken will an der PTA-Vertretung festhalten, allerdings in abgespeckter Form. Dass nicht nur Vertreterinnen der ABDA, sondern auch die Vorsitzende des BVpta den aktuellen Stand ablehnen, zeigt, wie breit die Skepsis ist. Lucas beschreibt die politische Versuchung: Es gebe einen Mangel an Apothekern, also entstehe der Ansatz, man ziehe PTA „mit rein“, dann sei das Problem gelöst. So funktioniere Versorgung jedoch nicht, weil Versorgung nicht nur aus Tätigkeiten besteht, sondern aus Verantwortungszuordnung, Qualifikationspfaden und Haftungsarchitektur.
In dieser Debatte taucht ein Vorschlag auf, der weniger nach Detailregel klingt, aber die Struktur verändern würde: PTA sollten aus Sicht von Lucas in die Kammern eingebunden werden. Der Grund ist pragmatisch. Kammern müssen ihre Mittel für Mitglieder einsetzen; wenn PTA keine Kammermitglieder sind, fehlt eine einheitliche Zuständigkeit für Fortbildung, Beratung und Berufsrechtsfragen. Lucas sagt sinngemäß: Apotheker rufen bei Fragen in der Kammer an. Eine PTA dürfte das nicht, weil sie kein Mitglied ist, und dann dürfe auch keine Auskunft erteilt werden. Das sei „alles wild“. Zierath beschreibt die andere Seite: PTA seien bei vielen Veranstaltungen nicht mitgedacht, das Angebot sei nicht ausreichend, viele würden sich perspektivlos fühlen und in andere Bereiche abwandern.
Die inhaltliche Frage dahinter ist größer als die Vertretungsregel. Sie lautet: Welche Aufgaben müssen künftig in der Apotheke erbracht werden, wer kann sie übernehmen, und wie bleibt der Leitungsvorbehalt dort, wo er aus Haftungs- und Sicherheitsgründen hingehört. Zierath sieht mehr Eigenständigkeit für PTA in der Rezeptur, auch mit Vier-Augen-Prinzip PTA-zu-PTA. Sie denkt über pDL und sogar über Hausbesuche zur Versorgungsprüfung nach. Lucas bremst an der Ressource Personal und legt eine Reihenfolge nahe: digital vor ambulant vor stationär. Wenn die elektronische Patientenakte vorhanden ist und Prozesse digital gestützt laufen, werden neue Rollen überhaupt erst realistisch. Gleichzeitig bleibt für Lucas klar: In dem Moment, in dem etwas „in Verkehr gebracht“ wird und Haftung dranhängt, muss ein Apotheker in Kenntnis sein.
Während sich hier um Delegation und Zuständigkeit gestritten wird, läuft in einem anderen Ton eine dritte Erzählung durch die Apothekenwelt: die Stimmung von Umsatzdruck, Kontrollgefühl und Wut. Der polemische Text „Tschüss, Umsatz. War schön mit dir!“ ist als Zuspitzung gebaut, nicht als nüchterner Bericht. Er beschreibt einen OTC-Einbruch, eine „rote Null“ in der Bilanz 2025 und eine schwindende Kauflust in der Offizin. Gleichzeitig wird ein Kontrast aufgemacht: Vor-Ort-Apotheken würden bis in die Laborausstattung kontrolliert, während große Versandlager jenseits der Grenze als schwer greifbar dargestellt werden.
Solche Zuspitzungen greifen ein Gefühl auf, das viele Betriebe kennen: Es gibt Regeln, und es gibt die Wahrnehmung, dass sie nicht überall gleich durchgesetzt werden. Der Text arbeitet mit dem Bild des „Rosinenpickings“ und einem „Pseudo-Wettbewerb“ mit unterschiedlich langen Spießen. Das ist politisch wirksam, aber operativ gefährlich, wenn es bei Empörung stehen bleibt. Denn für Apothekenbetreiber entscheidet sich die Lage nicht im Zorn, sondern in zwei Fragen: Welche Pflichten gelten im eigenen Betrieb tatsächlich, und welche Prozesse sind so stabil, dass sie Kontrollen, Retaxationen, Betrugsversuche und Personalknappheit gleichzeitig aushalten.
Hier schiebt sich das vierte Thema wie ein technischer, aber sehr praktischer Block in den Alltag: Medisign muss erneut eHBA-Karten tauschen. Betroffen sind 2600 Karteninhaberinnen und -inhaber. Es geht um eHBAs, die seit Jahresbeginn produziert wurden und ausschließlich über ECC-Zertifikate verfügen. Der Anlass ist eine Fehlkonfiguration im Personalisierungsprozess: Ein bei der Personalisierung zwingend erzeugter RSA-Schlüssel ist bei diesen ECC-only-Karten nicht deaktiviert und könnte zu Interoperabilitätsproblemen mit einigen Konnektoren führen.
Medisign betont, dass kein Sicherheitsproblem vorliegt und die Ausweise bis zum Austausch einsetzbar bleiben. Das klingt beruhigend, doch Interoperabilität ist im Versorgungsalltag keine Nebensache. Der eHBA ist nicht nur ein Stück Plastikkarte, er ist Zugang und Signaturwerkzeug. Wenn Signaturen stocken, stockt nicht nur ein Klick, sondern ein Prozess: Freigaben, Dokumentationen, digitale Abläufe in der Telematikinfrastruktur. Der Austausch soll im Laufe des Jahres erfolgen; betroffene Karteninhaber sollen per E-Mail benachrichtigt werden. Vertragslaufzeiten bleiben unberührt, es entstehen keine zusätzlichen Kosten. Ersatzkarten sollen anhand der vorliegenden Anträge produziert werden, ohne erneute Antragstellung und Identifizierung. Der alte eHBA wird erst gesperrt, wenn der neue freigeschaltet ist. Für Apotheken ist das organisatorisch entlastend, aber es bleibt ein zusätzlicher Koordinationsaufwand, der in eine ohnehin angespannte Personalsituation fällt.
Personalsituation ist auch das Stichwort des fünften Themas, das den Blick weg von der Apotheke in die Fläche lenkt, aber die Apotheken indirekt stark betrifft: der Ärztemangel auf dem Land. In Ostfriesland beschreibt Hausarzt Holger Plochg einen Alltag, der nicht mehr nach „Sprechstunde“ klingt, sondern nach Dauerbetrieb. Morgens ab acht Uhr sei die Praxis „picke-packe-voll“. Früher habe er 600 Patientinnen und Patienten im Quartal behandelt, heute rund 3000. Die Aussage „Menschliche Heilung bedarf Arztzeit“ setzt einen harten Punkt: Nicht jedes Versorgungsproblem ist mit Umorganisation lösbar, wenn der Engpass Zeit ist.
Ein paar Kilometer weiter, in Weener, stehen mittwochs Dutzende Menschen früh vor einer Hautarztpraxis Schlange, manche bereits um sechs Uhr. Patientinnen wie Petra Wissmann organisieren Dienstpläne um, Kolleginnen springen ein. Der Aufwand, einen Termin zu bekommen, wird selbst zum Versorgungsfaktor. Der Hautarzt berichtet von einem Einzugsgebiet bis zu 80 Kilometern, die Motivation sei „blanke Not“. Patientenannahmestopp wird zum Normalwort.
Auf die strukturelle Frage gibt es Zahlen: In Niedersachsen waren im Dezember 447 Niederlassungsmöglichkeiten für Hausärzte nicht besetzt. Die Kassenärztliche Vereinigung verweist auf die stärkeren Probleme in ländlichen Regionen und auf den Sog der Städte. Die Politik setzt Gegenmaßnahmen: Landarztquote, zusätzliche Studienplätze, ein Zehn-Punkte-Aktionsplan. Gesundheitsminister Andreas Philippi verweist auf 60 Plätze pro Jahr über die Quote mit zehnjähriger Bindung an unterversorgte Regionen, und auf 80 zusätzliche Studienplätze im Land. In Oldenburg sollen zum Wintersemester 2026/2027 neue Plätze hinzukommen, insgesamt wären es dann 876 Studienplätze in Niedersachsen. Das ist ein wichtiges Signal, aber die Zeitachse bleibt hart: Ausbildung wirkt spät, der Druck ist sofort. Für Apotheken bedeutet das im Alltag, dass Beratung und Schnittstellenarbeit zunehmen, weil Arztzeit knapp ist und Patientinnen und Patienten häufiger mit offenen Fragen in der Apotheke landen.
Gesundheitsrisiken im Alltag sind das Thema der sechsten Nachricht, die aus der Forschung kommt. Lange galt es als naheliegend, dass allein das Einatmen derselben Raumluft mit einer infizierten Person ein zentrales Gripperisiko darstellt. Eine Untersuchung der University of Maryland, veröffentlicht in PLoS Pathogens, setzt einen anderen Akzent: Husten Infizierter verteilt Viren besonders effektiv. Wenn Husten bei Erkrankten ausblieb, steckten sich gesunde Personen auch nicht an. Das ist keine Einladung zur Sorglosigkeit, sondern eine Präzisierung, worauf sich Risiko in Innenräumen stark konzentrieren kann.
Die Studie arbeitete mit einer realitätsnahen, aber kontrollierten Umgebung: natürlich infizierte Spender und gesunde Erwachsene wurden auf einer abgeschirmten Hoteletage untergebracht, aßen gemeinsam, unterhielten sich, teilten Gegenstände. Frischluftzufuhr wurde stark eingeschränkt, Ventilatoren und Heizlüfter sorgten für Luftumwälzung. Regelmäßig wurden Teilnehmende in eine Kabine gesetzt, die die gesamte ausgeatmete Luft auffing, um Ergebnisse nicht durch Umgebungsluft zu verfälschen. Es wurde zwischen ruhigem Atmen und gezieltem Husten unterschieden. Die Befunde zeigten eine große Diskrepanz: Beim normalen Atmen waren Viren oft in so geringen Mengen nachweisbar, dass sie in normal belüfteten Räumen kaum für eine Infektion ausreichen würden, während beim Husten die Viruslast stark anstieg.
Für Apotheken und andere Versorgungsorte liegt der Nutzen dieser Erkenntnis nicht in einer simplen Regel, sondern in der Sensibilisierung für Situationen. Ein Raum ist nicht nur „ein Raum“. Risiko entsteht durch Ereignisse, durch Dichte, durch Dauer, durch Luftführung. Im Alltag bedeutet dies, dass Wartezonen, Beratungssituationen und saisonale Infektphasen anders wirken können, ohne dass der Ort selbst „unsicher“ wird. Es bleibt eine Frage der Organisation, nicht der Panik.
Saison und Natur sind auch die Bühne des siebten Themas: FSME. Experten rechnen damit, dass Zecken im vergangenen Jahr so viele Hirnhautentzündungen verursacht haben könnten wie noch nie seit Beginn der Meldepflicht. Professor Gerhard Dobler spricht von 693 gesicherten FSME-Fällen in 2025, dazu kämen 100 Verdachtsfälle, die geprüft würden. Zecken seien inzwischen ganzjährig aktiv, eroberten kühle Berglagen und verbreiteten das Virus in ganz Deutschland. Professorin Ute Mackenstedt sagt, man müsse davon ausgehen, dass ganz Deutschland inzwischen ein FSME-Risikogebiet ist.
Baden-Württemberg und Bayern bleiben Schwerpunkte, mit einem großen Anteil der Meldungen. Gleichzeitig fällt auf, dass die früher typischen Zyklen mit einem starken Jahr und danach ein bis zwei schwächeren Jahren kaum noch zu sehen sind. Seit 2016 gebe es überwiegend Jahre mit hohen Fallzahlen. Als Treiber werden warme Winter und weniger Frosttage genannt, wodurch mehr Zecken überleben und früher im Jahr aktiv werden. FSME ist eine Virus-Erkrankung, die bei einem Teil der Infizierten grippeartige Symptome auslöst; bei einem kleineren Anteil kommt es nach zunächst symptomfreiem Verlauf zu Entzündungen von Hirnhaut und Gehirn. Eine spezifische Behandlung gibt es nicht. Der stärkste Schutz ist die Impfung. Dobler verweist darauf, dass bei 99 Prozent der Betroffenen ein Impfschutz fehlte. Für Apotheken liegt hier ein klassischer Beratungsauftrag, der nicht laut sein muss, aber präzise: Risiko hängt an Exposition, Region, Verhalten, und Schutz hängt an einem klaren Präventionspfad.
Das achte Thema wirkt auf den ersten Blick wie ein Verbraucherschutzfall, ist aber in seiner Reichweite größer, weil es Kinder und Jugendliche betrifft und weil es über die Produktkette in den Alltag ragt. Das Umweltbundesamt berichtet, dass im Frühjahr und Sommer 2025 in 92 Prozent der untersuchten Urinproben von Kindern und Jugendlichen MnHexP nachgewiesen wurde. MnHexP ist ein Abbauprodukt des fortpflanzungsschädigenden Weichmachers Di-n-hexyl-Phthalat (DnHexP), der in der EU nicht zugelassen ist. Die Funde konnten auf eine Verunreinigung eines UV-Filters in Sonnencremes zurückgeführt werden. DnHexP kann bei der Herstellung des häufig zugesetzten UV-Filters Diethylamino-Hydroxybenzoyl-Hexylbenzoat (DHHB) entstehen.
Für die neue Analyse wurden 259 Proben von 6- bis 17-Jährigen aus den Monaten April bis Juli 2025 untersucht. Zwei Teilnehmende überschritten den vom UBA ausgewiesenen Beurteilungswert von 60 Mikrogramm pro Liter Urin, mit 83 beziehungsweise 107 Mikrogramm. Das UBA betont gleichzeitig einen wichtigen Punkt, der in der öffentlichen Diskussion schnell verrutscht: Sonnenschutz hat Priorität. Kinder und Jugendliche haben empfindliche Haut, Sonnenschutz bleibt essenziell, um Hautkrebsrisiken zu minimieren. Strengere Regeln für den maximal erlaubten DnHexP-Gehalt in Sonnenschutzmitteln mit diesem UV-Filter sollen erst ab Januar 2027 gelten; dann dürfen nur noch Produkte mit einem Höchstgehalt von 1 Milligramm DnHexP pro Kilogramm Creme in Verkehr gebracht werden.
In der Apotheke entsteht daraus eine kommunikative Doppelaufgabe. Einerseits darf die Botschaft nicht lauten, Sonnenschutz sei „riskant“ und könne weggelassen werden. Andererseits darf eine Verunreinigung in einer Rohstoffkette nicht kleingeredet werden, weil Vertrauen an Genauigkeit hängt. Im Alltag bedeutet dies, dass Beratung die Primärlinie klar hält, UV-Schutz bleibt, während die Sekundärlinie die Produktsicherheit und Regulierung nüchtern adressiert.
Wenn diese acht Nachrichten nebeneinanderliegen, entsteht ein gemeinsames Bild ohne künstliche Klammer: Versorgung ist nicht nur Politik und nicht nur Medizin. Versorgung ist Prozessstabilität. Sie hängt am Datenabgleich bei Rezepten, an klaren Delegationsregeln im Team, an funktionierenden digitalen Ausweisen, an verfügbarer Arztzeit, an präziser Infektionslogik, an Impfschutz und an sauber kontrollierten Produktketten. Genau dort, wo Alltag sonst leise läuft, wird das System laut, wenn etwas nicht mehr passt.
An dieser Stelle fügt sich das Bild.
Es ist derselbe Grundton auf verschiedenen Ebenen: Identität muss stimmen, Zuständigkeit muss klar sein, Technik muss tragen. Ein falsch datiertes Rezept ist nicht nur ein Formfehler, sondern ein Signal. Eine fehlende Kammeranbindung ist nicht nur Politik, sondern eine Lücke in der Fortbildungslogik. Ein Interoperabilitätsproblem ist kein Sicherheitsvorfall, aber ein Zeitverlust, der im Alltag genau dort wirkt, wo ohnehin keine Reserve mehr liegt. Prävention läuft parallel nicht als Kampagne, sondern als Daueraufgabe: Hustenereignisse treiben Ansteckung, Zeckenrisiken weiten sich, Sonnenschutz bleibt Pflicht trotz Verunreinigungsdebatte.
Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt. Wer Versorgung stabil halten will, muss an den Stellen hart werden, an denen Alltag gern weich wird: bei der Rezeptprüfung kurz vor der Aushändigung, bei der Delegation ohne Schutz- und Fortbildungsrahmen, bei Technikwechseln ohne Prozesspuffer. Und wo Prävention gleichzeitig beruhigen und warnen muss, entscheidet am Ende Glaubwürdigkeit über Verhalten, nicht Lautstärke.
Journalistischer Kurzhinweis: Themenprioritäten und Bewertung orientieren sich an fachlichen Maßstäben und dokumentierten Prüfwegen, nicht an Vertriebs- oder Verkaufszielen. Die Redaktion berichtet täglich unabhängig über Apotheken-Nachrichten und ordnet Risiken, Finanzen, Recht und Strukturfragen für Apotheker ein. Zwischen Rezeptprüfung, Fortbildungszuständigkeit und TI-Stabilität entscheidet sich die Belastbarkeit der Versorgung.
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