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Sehr geehrte Ärzte,
hier ist der vollständige Text für Sie:
APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |
Stand: Dienstag, 10. Februar 2026, um 19:28 Uhr
Apotheken-News: Bericht von heute
Wenn das E-Rezept stockt, steht nicht die Technik im Mittelpunkt, sondern die Kasse im Betrieb: Menschen warten, Teams erklären, Prozesse reißen, und jeder abgebrochene Vorgang hat einen Preis. Die Störung trifft Apotheken dort, wo Margen ohnehin eng sind, weil Fixkosten weiterlaufen, während Wertschöpfung aus dem Takt gerät. Redundanz hilft, aber sie verlagert Arbeit nach vorne an den Tresen, und die Rechnung bleibt im Haus. Am Ende geht es nicht um peinliche Minuten, sondern um eine stille Systemfrage: Wer verspricht Stabilität, und wer bezahlt den Ausfall.
Ein Ausfall der Telematikinfrastruktur trifft Apotheken nicht als technisches Randereignis, sondern als betriebswirtschaftlichen Einschnitt im Minutentakt. Menschen stehen mit einer Erwartung an Versorgung im Raum, Ware ist da, Fachwissen ist da, Personal ist da, und doch fehlt plötzlich die verlässliche Brücke zwischen Abgabe und Abrechnung. Wenn das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte für den Abruf der Stammdaten hängt oder das Einlösen per Karte nicht sauber läuft, rutscht der Betrieb nicht einfach in einen langsameren Modus, sondern in einen Zustand, der gleichzeitig Stress erzeugt und Wertschöpfung blockiert. Fixkosten laufen weiter, die Öffnungszeit bleibt gleich, und der Takt der Arbeit wird durch Unterbrechungen ersetzt, die niemand geplant hat.
Die ökonomische Härte solcher Störungen liegt nicht nur im sichtbaren Stillstand, sondern in der Reibung, die sich in den Alltag frisst. Ein Kunde wartet, der nächste schließt auf, das Telefon klingelt, die Schlange wird länger, und plötzlich verwandelt sich eine Versorgungssituation in ein Geduldsspiel, das am Ende nicht die Infrastruktur verliert, sondern das Team vor Ort. In dieser Lage entstehen Abbrüche, weil Menschen Termine haben, weil sie Krankheit nicht in Warteschlangen aushalten, oder weil sie schlicht ausweichen, wenn es anderswo schneller geht. Das ist der erste Verlust, der oft unterschätzt wird, weil er nicht als Storno erscheint, sondern als ausgebliebene Wiederkehr. Der zweite Verlust ist noch unsichtbarer: Die Arbeitszeit verschiebt sich von Beratung, Plausibilitätsprüfung und ruhiger Abgabe in Erklärungen, wiederholte Versuche, Dokumentation, Nacharbeit und Rückfragen, also in Stunden, die weder planbar noch abrechnungsfähig sind.
Diese Lage wird besonders teuer, weil Ursache und Last auseinanderfallen. Störungen entstehen upstream bei Diensten, Schnittstellen, Kassen-IT oder Fachdiensten, doch die unmittelbaren Folgekosten landen downstream im Betrieb, der weder die Systemarchitektur bestimmt noch Ausfallschwellen definieren kann. In der Praxis bedeutet das: Wer am Ende der Kette steht, muss die Situation halten, rechtlich sauber bleiben, Alternativen erklären und gleichzeitig wirtschaftlich überleben. Das ist eine Asymmetrie, die man im Alltag spürt, weil sie sich wie eine stillschweigende Versicherungspflicht anfühlt. Apotheken übernehmen die Rolle des Puffers, ohne dafür ein Pufferhonorar zu erhalten.
Betriebswirtschaftlich haben diese Störungen drei Preisetiketten, die sich gegenseitig verstärken. Erstens der direkte Erlösverlust, wenn Rezepte nicht eingelöst werden können oder Kunden ausweichen, und zwar nicht nur beim Rezept selbst, sondern auch bei den Folgewirkungen wie Zusatzbedarf, Beratungsgespräch, Wiederkehr und Bindung. Zweitens die Prozesskosten, weil jeder hängende Vorgang eine Kette an Zusatzarbeit erzeugt, von wiederholtem Einlesen über späteres Nachholen bis zu Kommunikation mit Versicherten oder Praxen, wenn Funktionen wie Erstellen, Einstellen, Ändern oder Löschen nicht zuverlässig laufen. Drittens steigt das Fehler- und Streitrisiko, weil improvisierte Ersatzwege unter Druck entstehen und später nicht als Ausnahme bewertet werden, sondern als formaler Vorgang, an dem man Mängel finden kann. Ein Betrieb trägt dann nicht nur die verlorene Minute, sondern auch das Risiko, dass der ohnehin knappe Ertrag später in Rückfragen, Reklamationen oder Absetzungen wieder abfließt.
Hinzu kommt eine Ebene, die man erst erkennt, wenn man sie einmal erlebt hat: Verlässlichkeit ist in der Versorgung ein Produktmerkmal, keine Stimmung. Wenn Menschen lernen, dass digitale Wege unzuverlässig sein können, verlagern sie Verhalten, und Verhaltensverlagerung kann dauerhaft werden. Manche kommen später wieder, manche nutzen andere Einlösewege, manche wechseln, und viele ziehen daraus nur den Schluss, dass es “heute wieder schwierig” ist. Diese diffuse Unzufriedenheit trifft nicht die Infrastruktur, sondern die Teams, und genau dadurch entsteht ein Reputationsschaden, den niemand formal anerkennt, der aber betriebswirtschaftlich wirkt. Man kann ihn nicht abrechnen, man kann ihn nicht reklamieren, und dennoch kostet er Frequenz.
Der Gegenhorizont klingt beruhigend und bleibt doch unvollständig. Es gibt Redundanzmechanismen, Ausweichwege, alternative Einlösearten, und in vielen Fällen läuft trotz Störung irgendetwas weiter. Nur ist genau dieses “irgendetwas” selten kostenlos. Redundanz reduziert den Totalausfall, aber sie verlagert Arbeit in die Apotheke und macht aus einem technischen Problem eine organisatorische Zusatzleistung. Der Betrieb gewinnt dadurch nicht Effizienz, sondern er bezahlt Stabilität mit Mehrarbeit, Stress und Nachlauf. Man kann das als Robustheit loben, aber ökonomisch ist es eine Querfinanzierung, die still geschieht und gerade deshalb nicht korrigiert wird.
An dieser Stelle beginnt die zweite Schleife, weil man die Störung nicht als Ausrutscher betrachten darf, sondern als wiederkehrendes Geschäftsrisiko. Wiederkehrend heißt: planbar im Risiko, aber nicht kontrollierbar in der Ursache, und diese Kombination ist für einen Betrieb besonders gefährlich. Ein einmaliger Schaden lässt sich verbuchen, ein verlässlicher Prozess lässt sich optimieren, aber eine wiederkehrende Unterbrechung ohne eigenen Einfluss frisst Kalkulation. Jeder Ausfall erzeugt Reibung, jede Reibung verschiebt Verhalten, und jede Verschiebung erhöht den Druck auf Betriebe, die ohnehin unter Fixkostenlast, Personalengpässen und enger Marge arbeiten. So wird aus einer halben Stunde Störung eine langfristige Belastung, weil sie Kundenerlebnis, Takt und Fehlerrisiko zugleich verschiebt.
Wenn Digitalisierung als Effizienzversprechen verstanden wird, muss sie in der Praxis wie Infrastruktur behandelt werden, und Infrastruktur trägt Verantwortung für Ausfallfolgen. Sonst entsteht ein paradoxer Zustand: Die Vorteile der Standardisierung werden zentral verbucht, die Kosten der Störung werden dezentral verteilt. Apotheken werden dann zu unfreiwilligen Risikoträgern eines Systems, das sie nicht steuern können, aber täglich ausbaden müssen. Ein fairer Ausweg liegt nicht im moralischen Appell, sondern in Ordnung: klare Definitionen, wann ein Ausfall vorliegt, transparente Kommunikation, verlässliche Ersatzprozesse, und eine Logik, wie Ausfallkosten nicht allein am Ende der Kette hängen bleiben.
Die Pointe ist deshalb nicht, dass Störungen passieren, sondern dass ihre Folgekosten so behandelt werden, als wären sie neutral. In Wahrheit sind sie ein betriebswirtschaftlicher Schaden in kleinen Einheiten, der sich im Alltag zu großen Summen addiert, weil er an der falschen Stelle entsteht. Wer Versorgung will, muss Verlässlichkeit wollen, und wer Verlässlichkeit will, muss anerkennen, dass Ausfallrisiko nicht dort liegen darf, wo Verantwortung am geringsten ist.
An dieser Stelle fügt sich das Bild.
Die digitale Versorgung lebt von einem unauffälligen Grundgesetz: Was im Alltag nicht zuverlässig läuft, wird wirtschaftlich zum Risiko, und das Risiko fällt zuerst auf die Betriebe zurück, die weder Dienste betreiben noch Störungen verhindern können.
Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt. Wenn Ausfälle als Ausnahme gelten, aber Kosten als Normalität, dann wird Verlässlichkeit zur unbezahlten Zusatzleistung, und genau das frisst Vertrauen, Kalkulation und Tempo zugleich.
Journalistischer Kurzhinweis: Themenprioritäten und Bewertung orientieren sich an fachlichen Maßstäben und dokumentierten Prüfwegen, nicht an Vertriebs- oder Verkaufszielen. Die Redaktion berichtet täglich unabhängig über Apotheken-Nachrichten und ordnet Risiken, Finanzen, Recht und Strukturfragen für Apotheker ein. Im Kern steht die Frage, warum Ausfallfolgen im Alltag fast immer beim Betrieb landen.
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