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APOTHEKE | Glosse |
Stand: Sonntag, 11. Januar 2026, um 10:02 Uhr
Apotheken-News: Glosse von heute
Extremwetter, Stromausfall und finanzielle Angriffsflächen treffen Apotheken selten einzeln, sondern oft gleichzeitig – und genau dann wird der Notdienst zum Stresstest für die gesamte Betriebsstatik. Wenn Türen zufrieren, Schließanlagen versagen und der Strom wegbleibt, entscheidet nicht Technik, sondern Improvisationsfähigkeit über den Zugang zur Versorgung. Parallel laufen Erwartungen an die Notdienstpflicht weiter, selbst wenn Logistik ausfällt, Dokumentation erschwert ist und Sicherheitsfragen akut werden. Die Lage verschärft sich, wenn Einbruchrisiken zunehmen oder täuschend echte Rechnungen zusätzliche finanzielle Lasten erzeugen. Diese Glosse bündelt reale Ausnahmesituationen zu einem Bild, das zeigt, wie schnell Alltag kippt, wie schmal die Linie zwischen Pflicht und Überforderung ist und warum Betriebssicherheit mehr ist als ein funktionierender Schlüssel oder ein eingeschalteter Schalter.
Der Morgen beginnt früh, mit Kälte, die nicht diskutiert, und einer Routine, die plötzlich nicht mehr funktioniert. Schlüssel drehen ins Leere, Schlösser sind zugefroren, eine automatische Tür bleibt stumm, als wäre sie beleidigt. Draußen steht bereits eine kleine Menge, stoisch wie vor einer Ausgabe, die es nur heute gibt, und innen wartet das, was in solchen Stunden immer wartet: eine Kette aus Kleinigkeiten, die sich zu einem Betriebsstillstand addiert.
Improvisation wirkt in Geschichten gern heroisch, in der Apotheke ist sie vor allem Arbeit, Risiko und Haftungsgefühl in Winterjacke. Wer um 6.30 Uhr noch Schnee schiebt, streut und freischaufelt, hat keinen romantischen Blick auf „Krisenkompetenz“, sondern die Frage, ob die Versorgung gleich überhaupt durch eine Öffnung passt, die sich öffnen lässt. Selbst die Notdienstklappe wird zur Hauptfigur, wenn sie vereist ist und der einzige Zugang zugleich die einzige Schnittstelle zur Öffentlichkeit wird.
Während eine PKA auf Langlaufskiern den Großhandel ersetzt, wird klar, was Versorgung in der Fläche bedeutet: Logistik ist nicht „später“, sie ist jetzt, und sie hängt manchmal an einem Rucksack, einer Stirnlampe und der Entscheidung, trotz minus sechzehn Grad loszugehen. Der Satz „Der Großhandel fällt aus“ klingt in warmen Büros wie eine Störung, vor Ort ist er ein Alarm, der nicht piept, sondern einfach wahr ist.
Der Moment kippt endgültig, als die Tür nicht nur geschlossen, sondern praktisch abgeschafft ist. Das Schloss ist so vereist, dass „aufschließen“ zum theoretischen Begriff wird. Dann taucht ein zweiter Akteur auf, nicht als Kunde, sondern als jemand, der „reinkommen“ beruflich anders versteht: Der Einbrecher scheitert, rutscht weg, lässt den Kuhfuß zurück – und hinterlässt damit ausgerechnet das Werkzeug, das die Lage ironisch kommentiert. Wer den Betrieb sichern will, braucht plötzlich den Blick auf Schwachstellen, den sonst nur Angreifer haben.
Der Inhaber steigt durch ein beschädigtes Fenster ein, räumt Scherben beiseite, verbarrikadiert provisorisch und steht dann in der eigenen Apotheke wie in einem fremden Raum. Innen ist es nicht besser als außen, nur dunkler. Ohne Strom wird aus Technik eine Ordnungskrise im Kleinen: keine Heizung, keine gewohnte Dokumentation, keine automatische Tür, kein komfortabler Ablauf.
Was übrig bleibt, ist Handarbeit, die sich nicht delegieren lässt: mit Stirnlampe und Bunsenbrenner an einer Notdienstklappe arbeiten, damit überhaupt ein Gespräch, eine Abgabe, eine Versorgung beginnen kann. Draußen wärmt eine Feuertonne Hände, drinnen wärmt der Gedanke, dass um 8.30 Uhr alles stehen muss – nicht als Ideal, sondern als Pflicht, die keine Ausrede kennt. Notdienst ist in solchen Stunden nicht „Service“, sondern die Frage, wie viel Betriebssicherheit tatsächlich vorhanden ist, wenn Energie, Zugang und Prozess gleichzeitig ausfallen.
Das Bild bleibt nicht beim Extremwetter stehen, weil die zweite Ebene längst mitläuft: Stromausfall kann auch durch Angriffe auf Infrastruktur entstehen, und dann betrifft er nicht nur Licht, sondern Kommunikation, Kassensysteme, digitale Abläufe und den Takt der Versorgung. In der Nacht, wenn an der Notdienstklappe plötzlich alte Rezepte auftauchen, zeigt sich eine weitere Härte: Notdienst ist nicht nur medizinische Dringlichkeit, sondern auch Erwartungsmanagement – und manchmal die Aufgabe, Grenzen zu setzen, während man selbst im Ausnahmezustand arbeitet.
Und wenn parallel gefälschte Rechnungen mit hoher Glaubwürdigkeit in Betrieben aufschlagen, wird aus der Wetterlage ein Muster. Nicht ein einzelnes Problem drückt, sondern die Gleichzeitigkeit aus Betriebsausfall, Schnittstellenstress und finanzieller Angriffsfläche. Eine Summe wie fünfundzwanzigtausend Euro ist dann nicht nur ein Betrag, sondern eine Frage, wie oft ein Betrieb sich so etwas leisten kann, bevor aus Resilienz reine Erschöpfung wird.
An dieser Stelle fügt sich das Bild.
Notdienst ist oft das Etikett für eine feste Pflicht, aber an einem Morgen ohne Strom und ohne Tür wird er zum Prüfstein für die ganze Betriebsstatik. Draußen wartet Versorgung, drinnen warten Störungen, und dazwischen liegt eine einzige schmale Funktion: Zugang schaffen, Ordnung halten, Verantwortung tragen. In der Kälte wirkt alles klar, weil nichts weichzeichnet. Gerade deshalb zeigt sich, wie nahe Improvisation und Risiko beieinanderliegen, wenn Prozesse nicht mehr tragen, sondern getragen werden müssen.
Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt. Wenn ein Inhaber in die eigene Apotheke einsteigen muss, ist das kein kurioser Einzelfall, sondern ein Signal dafür, wie schnell aus Alltag ein Ausnahmezustand werden kann. Extremwetter, Stromausfall und Betrugsdruck sind keine getrennten Kapitel, sondern drei Wege, auf denen derselbe Kern getroffen wird: Betriebssicherheit, Zugang und finanzielle Verlässlichkeit. Je öfter diese Achsen gleichzeitig wackeln, desto stärker hängt Versorgung an Menschen, die improvisieren, statt an Systemen, die tragen. Der Notdienst beginnt pünktlich, aber er beginnt nicht mehr selbstverständlich.
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