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Sehr geehrte Ärzte,
hier ist der vollständige Text für Sie:
APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |
Stand: Freitag, 09. Januar 2026, um 08:12 Uhr
Apotheken-News: Bericht von heute
Ein Stromausfall wirkt banal, bis er Apothekenbetrieb in Notorganisation zwingt. Kühlketten, IT-Systeme und Online-Abhängigkeiten geraten gleichzeitig unter Druck, während Haftungsfragen, Dokumentationspflichten und Versorgungssicherheit weiterlaufen müssen. Der Berliner Fall zeigt exemplarisch, wie schnell aus technischer Störung eine betriebliche Bewährungsprobe wird – und warum Prävention und Versicherungsschutz nicht getrennt gedacht werden dürfen, wenn Tragfähigkeit erhalten bleiben soll.
Ein Stromausfall ist kein spektakuläres Szenario. Gerade deshalb ist er gefährlich. Er kommt ohne Vorwarnung, ohne Täterbild, ohne klare Dauer – und trifft Apotheken dort, wo Betriebsfähigkeit nicht verhandelbar ist. Das Berliner Ereignis zeigt exemplarisch, wie schmal der Grat zwischen Versorgungssicherung und Systemversagen geworden ist.
Nicht, weil etwas „außergewöhnlich“ passiert wäre, sondern weil alltägliche Abhängigkeiten gleichzeitig ausfielen: Strom, Kühlung, IT, Kommunikation.
Der erste Reflex gilt der Kühlkette. Kühlpflichtige Arzneimittel sind keine Randposition, sondern haftungsrelevant, versorgungsentscheidend und dokumentationspflichtig. Improvisierte Zwischenlagerung, Transportlösungen und Temperaturüberwachung können funktionieren – sie sind aber kein Standardbetrieb, sondern Notbetrieb. Genau hier beginnt die juristische Grauzone: Was ist noch ordnungsgemäß, was bereits Risikoübernahme durch den Betrieb?
Die Antwort hängt nicht vom guten Willen ab, sondern von Nachweisfähigkeit, Protokollen und der Frage, ob Prozesse vorbereitet oder ad hoc erfunden wurden.
Parallel zeigt sich die zweite, oft unterschätzte Ebene: die Online-Abhängigkeit. Warenwirtschaft, Blisterprozesse, Heimversorgung, Datenübertragung – all das setzt nicht nur Strom, sondern funktionierende Schnittstellen voraus. Fällt beides aus, wird aus Organisation Improvisation. Dass einzelne Schritte über mobile Lösungen oder ausgelagerte Infrastruktur gerettet werden können, ist Glück, kein System.
Für die Versorgung mag das im Einzelfall reichen, für die Betriebsstatik ist es ein Warnsignal.
Auffällig ist, was in solchen Situationen nicht im Vordergrund steht. Der unmittelbare Ertragsausfall ist schmerzhaft, aber nachrangig. Kritisch sind die unsichtbaren Kosten: Zusatzarbeit, Koordinationsaufwand, Stress, Haftungsunsicherheit, Entscheidungsdruck unter Zeitmangel.
Genau diese Kosten sind es, die klassische Versicherungslogiken oft nicht sauber abbilden. Viele Policen kennen den Totalausfall, aber nicht den zähen Weiterbetrieb unter Notbedingungen. Der Betrieb läuft – aber schlechter, langsamer, fehleranfälliger. Es ist oft teurer.
Damit verschiebt sich die Leitfrage. Es geht weniger darum, ob man „alles hätte versichern können“, sondern was überhaupt versicherbar ist, wenn Systeme nicht vollständig ausfallen, sondern partiell. Kühlkettenunterbrechung, IT-Ausfall ohne Schließung, Mehrarbeit ohne Stillstand, Haftungsrisiken ohne klaren Schaden – das sind die realen Graubereiche.
Wer hier auf Etiketten vertraut, statt Bedingungen zu lesen, riskiert Enttäuschungen im Ernstfall.
Prävention zeigt in diesem Fall ihre doppelte Funktion. Sie ist nicht nur Schutz, sondern auch Beweisvorsorge. Notstromlösungen, Batterien, alternative Kommunikationswege, dokumentierte Notfallpläne – all das reduziert nicht jede Störung, erhöht aber die Nachweisfähigkeit.
Und Nachweisfähigkeit entscheidet, ob ein Schaden als unvermeidbar, beherrscht oder selbstverschuldet gilt. Prävention ist damit keine technische Spielerei, sondern Teil der Haftungsarchitektur.
Gleichzeitig wird deutlich, wo Prävention an strukturelle Grenzen stößt. Einen hochkomplexen Apothekenbetrieb vollständig autark zu machen, ist realistisch kaum möglich. Genau deshalb braucht es die nüchterne Verbindung von Technik, Organisation und Versicherungsschutz.
Nicht als Beruhigung, sondern als Stabilisierung.
Versicherungen ersetzen keine Versorgung, sie ersetzen auch keine Planung. Sie entscheiden jedoch darüber, ob ein Ereignis betriebswirtschaftlich überlebt wird oder schleichend nachwirkt.
Der Berliner Stromausfall ist damit kein Einzelfall, sondern ein Beispiel für eine neue Normalität. Netze werden komplexer, Störungen vielfältiger, Abhängigkeiten dichter. Die Frage ist nicht, ob so etwas wieder passiert, sondern wie gut Apotheken darauf vorbereitet sind, ohne sich auf Glück verlassen zu müssen.
Online-Risiken, Kühlketten, Kommunikationsfähigkeit und Versicherungsbedingungen gehören dabei zusammen. Wer sie getrennt denkt, denkt an der Realität vorbei.
An dieser Stelle fügt sich das Bild.
Ein Apothekenbetrieb hält viel aus, aber er hält nicht dauerhaft Unsicherheit ohne Struktur aus. Der entscheidende Unterschied liegt nicht zwischen Strom da oder Strom weg, sondern zwischen vorbereitetem Notbetrieb und improvisierter Rettung. Genau dort wird aus einem technischen Ausfall eine Haftungs-, Organisations- und Versicherungsfrage.
Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt. Stromausfälle, IT-Störungen und Kühlkettenprobleme sind keine Ausnahme mehr, sondern Belastungsproben für ein fragiler werdendes Versorgungssystem. Für Apotheken heißt das: Prävention schafft Handlungsspielraum, Versicherung schafft finanzielle Stabilität, aber nur zusammen entsteht Tragfähigkeit. Wer Online-Risiken unterschätzt, riskiert nicht nur Umsatz, sondern Verantwortung.
Journalistischer Kurzhinweis: Themenprioritäten und Bewertung orientieren sich an fachlichen Maßstäben und dokumentierten Prüfwegen, nicht an Vertriebs- oder Verkaufszielen. Die Redaktion berichtet täglich unabhängig über Apotheken-Nachrichten und ordnet Risiken, Finanzen, Recht und Strukturfragen für Apotheker ein. In dieser Lage zeigt sich, wie technische Abhängigkeiten und Versicherungsgrenzen denselben Punkt treffen: die Belastbarkeit des Apothekenbetriebs.
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