• 04.01.2026 – Apothekenrelevanz im neuen Wettbewerbsjahr, dm-med als OTC-Signal, Ertrag und Haftung entscheiden über Stabilität in der Fläche

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APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |

Apothekenrelevanz im neuen Wettbewerbsjahr, dm-med als OTC-Signal, Ertrag und Haftung entscheiden über Stabilität in der Fläche

 

Die Debatte um Sichtbarkeit kippt, wenn Umsatzpuffer abfließt und Pflichtlasten bleiben, denn dann wird Relevanz zur Frage von Finanzierung und Verantwortung.

Stand: Sonntag, 04. Januar 2026, um 19:28 Uhr

Apotheken-News: Bericht von heute

Es klingt erst mal wie ein Satz aus dem Beraterregal: Relevanz geht nicht verloren, wenn man seine Stärken sichtbar macht. Der Haken ist banal und genau deshalb gefährlich: Sichtbarkeit ersetzt keine Marge. Seit dem Start von dm-med über einen tschechischen Versandweg im Dezember 2025 verschiebt sich nicht die Existenzfrage, sondern die Ertragsfrage – und damit die Fähigkeit, Vorhaltung, Personalbindung, Haftung und Investitionen stabil zu tragen. Im Kern geht es um eine asymmetrische Konstruktion: Wettbewerb zieht Umsätze ab, während die Pflichtlasten der Versorgung im Betrieb verbleiben. Das ist kein Kulturkampf zwischen Beratung und Handel, sondern eine Frage der Versorgungsordnung und der Finanzlogik hinter einem Staatsauftrag.

 

Im Markt wirkt die Verschiebung zuerst unspektakulär: Ein zusätzlicher Bestellknopf, ein Paket, ein Preisvergleich. In der Betriebsrechnung ist es konkreter. Wenn OTC-Warenkörbe, die bisher querfinanziert haben, in den Versand abwandern, entsteht eine Lücke, die nicht mit „mehr Gespräch“ geschlossen wird, sondern mit Euro pro Öffnungsstunde und Euro pro Kopf im Team. Die „Relevanz“ bleibt als Behauptung stehen, während die Liquidität als Messgröße kippt – und Liquidität ist im Januar 2026 kein weiches Thema, sondern der Grenzwert zwischen Ruhe und Alarm.

Das Problem wird schärfer, weil die Kostenstruktur nicht proportional nachgibt. Miete, Energie, Tarifbewegungen, IT, Dokumentationspflichten und Notdienstlogik laufen weiter, auch wenn ein Teil der Erträge abfließt. Die wirtschaftliche Logik ist damit nicht: weniger Umsatz, etwas weniger Aufwand, neue Balance. Sie ist: weniger Ertrag, gleicher Pflichtkorridor. Genau diese Gleichzeitigkeit erzeugt das Risiko, dass Betriebe die falschen Stellschrauben drehen: weniger Personalstunden, weniger Fortbildung, weniger Puffer – und am Ende ein höheres Haftungsrisiko bei wachsender Komplexität.

Hinzu kommt ein politischer Widerspruch, der in Debatten oft untergeht. Wettbewerb wird als Effizienzversprechen erzählt, Versorgung aber als Pflichtleistung organisiert. Das kann funktionieren, solange die Pflichtleistung ausreichend finanziert ist und solange die Regeln die Verantwortungsseite dort lassen, wo sie hingehört. Sobald der Pflichtkorridor enger wird – etwa durch zusätzliche Aufgaben, strengere Dokumentationslogik oder steigende Vorhaltekosten – wird jeder abfließende Ertrag zu einem Multiplikator. Dann ist der Markt nicht „belebend“, sondern eine Verlagerung von Rendite bei gleichbleibender Last.

Die Frage ist deshalb nicht, ob Beratung, Prävention und digitale Präsenz wichtig sind. Sie sind es – aber als Ergänzung, nicht als Ersatzwährung. Wer den Betrieben nahelegt, die Antwort liege allein in Sichtbarkeit, erklärt ein Systemproblem zur Kommunikationsaufgabe. Im Ergebnis verschiebt sich Verantwortung: Der Staat definiert Pflichten über den Versorgungsauftrag, der Markt zieht Erträge über Plattform- und Handelslogik, und der Betrieb soll die Lücke über Haltung schließen. Das ist keine stabile Architektur, sondern ein Dauerstress-Test.

An der Stelle wird Regulierung nicht zum Schutzschild gegen Wettbewerb, sondern zur Klärung von Zuständigkeiten. Wenn apothekenpflichtige Arzneimittel über grenzüberschreitende Konstruktionen an deutsche Kundschaft gelangen, ist die Kernfrage, wie Gleichwertigkeit hergestellt wird: bei Beratung, bei Qualitätssicherung, bei Haftung, bei Kontrolle und bei Folgekosten. Der Satz „EU-Recht erlaubt es“ ist keine Antwort auf die ordnungspolitische Frage, wer die Kosten trägt, wenn die Rendite verschoben wird und die Fläche ausdünnt. Das Ausdünnen passiert nicht als Knall, sondern als Monatsende, an dem der Puffer fehlt.

Das zweite Risiko ist psychologisch und betriebswirtschaftlich zugleich: Wenn die Politik die Lage als „Strukturwandel“ framet, sinkt die Hemmschwelle, weitere Pflichtpakete aufzuladen, weil der Betrieb als resilient gilt. Resilienz ist aber kein unendlicher Rohstoff. Im Jahr 2026 wird jede Reform, jede zusätzliche Aufgabe und jede digitale Pflicht nicht an der Idee scheitern, sondern am Zusammenspiel aus Finanzierung, Personalmarkt und Haftung. Wer an der Ertragsbasis sägt, bekommt am Ende nicht weniger Kosten, sondern weniger Steuerungsfähigkeit im Betrieb.

Entscheidend ist, den Konflikt sauber zu benennen: Es geht um Ertragssicherung im Pflichtsystem, nicht um das Verteidigen eines „Umsatzes um jeden Preis“. Ein Pflichtsystem braucht eine belastbare Finanzlogik, die Vorhaltung, Haftung und Personal nicht als Privatproblem behandelt. Wenn das nicht gelingt, wird der Markt die Versorgung nicht abschaffen, aber er wird sie verformen: weniger Standorte, weniger Nachwuchs, höhere Last pro Betrieb, mehr Risiko pro Entscheidung. Das ist der Punkt, an dem „Relevanz“ als Begriff zu klein wird – und die Versorgungsordnung als Maßstab wieder groß.

An dieser Stelle fügt sich das Bild.

Verlässlichkeit entsteht selten in Leitbildern, sondern in den Stellen, an denen Pflichten, Preise und Haftung zusammenstoßen. Wenn ein System Wettbewerb zulässt, muss es zugleich verhindern, dass Rendite wandert und Pflichtlasten stehen bleiben. Sonst werden Betriebe nicht „mutlos“, sondern rechnerisch enger geführt, bis jede Störung – Retax, Personalausfall, Investition, Lieferkrise – den Takt bestimmt. Wer Versorgung will, muss ihre Finanzlogik schützen, nicht ihre Rhetorik.

Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt.
Die eigentliche Entscheidung fällt nicht zwischen Drogeriemarkt und Beratungstresen, sondern zwischen zwei Logiken: Ertrag folgt Markt, Pflicht folgt Gesetz. Sobald diese Logiken auseinanderlaufen, wird jede zusätzliche Aufgabe zur verdeckten Kürzung, weil sie Zeit frisst, ohne den Puffer zu ersetzen. Am Ende bleibt die Frage, ob Politik und Selbstverwaltung eine Ordnung bauen, in der Wettbewerb möglich ist, ohne die Fläche auszuhöhlen – oder ob die Lücke wieder als „Anpassungsleistung“ der Betriebe verbucht wird.

Journalistischer Kurzhinweis: Themenprioritäten und Bewertung orientieren sich an fachlichen Maßstäben und dokumentierten Prüfwegen, nicht an Vertriebs- oder Verkaufszielen. Die Redaktion berichtet täglich unabhängig über Apotheken-Nachrichten und ordnet Risiken, Finanzen, Recht und Strukturfragen für Apotheker ein. Die Einordnung zeigt, wie Marktöffnung, Pflichtlasten und Haftung im Betrieb zusammenlaufen und an welchen Punkten daraus Folgekosten für die Versorgung entstehen.

 

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