• 17.12.2025 – Apotheken-Nachrichten von heute sind Preiswächter unter Schutz, Landvertretung auf Probe, Grippewelle und Versandprüfung

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DocSecur® Nachrichten - APOTHEKE:


APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |

Apotheken-Nachrichten von heute sind Preiswächter unter Schutz, Landvertretung auf Probe, Grippewelle und Versandprüfung

 

Der Tag verbindet Reformmechanik, Teamdruck, Impfprävention und europäische Versandfragen zu einer Prüfung von Tragfähigkeit und Vollzug.

Stand: Mittwoch, 17. Dezember 2025, um 19:00 Uhr

Apotheken-News: Bericht von heute

Im Reformpaket rückt die Paritätische Stelle als Instrument zur Kontrolle der Preisbindung in den Fokus, weil ein Schutzschirm für die Mitglieder verhindern soll, dass Haftungsrisiken Entscheidungen blockieren und Vollzug dadurch ausdünnt. Gleichzeitig bleibt in der Fläche Skepsis spürbar, weil die Honorarlinie weiter offen ist und Protestformen wie der Blackout das Stabilitätsproblem sichtbar machen sollen, ohne Verlässlichkeit zu beschädigen. Die Vertretung durch PTA wird als Erprobung in ländlichen Regionen eingehegt, was kurzfristig Ausfälle abfedern kann, aber nur dann Vertrauen schafft, wenn Grenzen und Verantwortung im Alltag eindeutig bleiben. Parallel warnt die WHO vor einem erhöhten Influenzarisiko rund um Treffen und Gedränge, während Impfempfehlungen wegen des nötigen Vorlaufs an Dringlichkeit gewinnen und neue Viruslinien die Aufmerksamkeit erhöhen. Ergänzt wird das Bild durch die europäische Versandprüfung, die zeigt, dass Schutzargumente präzise begründet sein müssen, wenn Differenzierung nach Wirkstoff überhaupt tragfähig sein soll. So entsteht ein Tag, an dem Regeln nur zählen, wenn Finanzierung, Vollzug und Prävention im Alltag zusammenpassen.

 

Preisbindungskontrolle im ApoVWG, Paritätische Stelle wird geschützt, Haftungslogik soll Verfahren arbeitsfähig halten

Die Paritätische Stelle gilt im politischen Streit um die Rx-Preisbindung als ein technisches Instrument mit großer Wirkung, weil sie Verstöße nicht nur feststellen, sondern auch in ein belastbares Sanktionsverfahren überführen soll. Genau deshalb ist die Frage, wer dort Verantwortung trägt und wer im Streitfall haftet, mehr als ein juristisches Detail. Wenn ein Kontrollgremium Entscheidungen trifft, die angefochten werden, entsteht ein Spannungsfeld zwischen Durchsetzungskraft und persönlichem Risiko. Der Gesetzgeber muss dann klären, ob Mitglieder mit einer Art persönlicher Einstandspflicht in ein Verfahren gehen sollen, dessen Ergebnis naturgemäß nicht immer Bestand hat. Eine Struktur, die Kontrolle will, muss deshalb auch die Haftungsarchitektur so setzen, dass Kontrolle überhaupt praktisch möglich bleibt.

Im Hintergrund steht ein Grundsatzproblem: Preisbindung ist keine moralische Kategorie, sondern eine ordnungsrechtliche Konstruktion, die nur dann wirkt, wenn Verstöße mit realer Wahrscheinlichkeit geahndet werden. Wird ein Gremium geschaffen, dessen Mitglieder faktisch befürchten müssen, im Nachgang für Freisprüche oder aufgehobene Entscheidungen persönlich einzustehen, entsteht ein Abschreckungseffekt im System selbst. Dann wird Kontrolle nicht strenger, sondern zaghafter, weil jedes Votum das Risiko persönlicher Folgen trägt. Ein solcher Mechanismus würde die ordnungspolitische Absicht ins Gegenteil verkehren. Deshalb rückt im ApoVWG nun die Absicherung der Gremienmitglieder in den Fokus, um die Funktionsfähigkeit der Institution nicht durch eine überzogene Haftungsdrohung zu blockieren.

Zugleich zeigt sich, wie kompliziert das Geflecht wird, sobald mehrere Akteure in dieselbe Verantwortung gezogen werden sollen. Die Idee, auch die Krankenkassen stärker einzubinden, klingt auf dem Papier nach breiterer Legitimation und größerer Durchsetzungskraft. In der Praxis kann doppelte Haftung jedoch zu einer Verdichtung von Risiko führen, die Entscheidungswege verlangsamt, Zuständigkeiten verwischt und Konflikte in Vorfragen verschiebt. Kontrolle wird dann nicht schneller, sondern prozessual schwerfälliger, weil die Beteiligten zuerst Absicherung suchen, bevor sie überhaupt inhaltlich entscheiden. Das ist besonders heikel, weil Preisbindungsverfahren ohnehin ein Feld sind, in dem jede Verfahrensschwäche sofort strategisch genutzt wird. Eine handlungsfähige Struktur braucht daher klare Verantwortungszuweisung und zugleich einen Schutz, der Mut zur Entscheidung ermöglicht.

Der Schutzschirm für die Preiswächter ist deshalb weniger ein Privileg als ein betriebsnotwendiges Element eines Vollzugssystems. Er soll verhindern, dass ein Gremium, das für Ordnung sorgen soll, bereits im ersten Schritt an persönlichem Risiko scheitert. Politisch wirkt das paradox, weil Kontrolle mit Härte assoziiert wird und Schutz mit Schonung. Tatsächlich ist es der Versuch, den Vollzug zu stabilisieren, indem die Entscheidungsträger nicht durch Haftungsangst gelähmt werden. In einer Lage, in der Preisbindung immer wieder als Sollbruchstelle zwischen Marktlogik und Versorgungslogik auftritt, entscheidet die Funktionsfähigkeit des Kontrollinstruments darüber, ob die Ordnung mehr ist als ein Symbol. Der Kern bleibt dabei nüchtern: Kontrolle ohne tragfähige Haftungslogik ist ein Entwurf, der sich selbst entkräftet.

Für die Versorgungsebene ist diese Debatte nicht abstrakt, weil Preisbindung in der politischen Erzählung stets mit Gleichbehandlung, Zugänglichkeit und Finanzierbarkeit verknüpft wird. Wird der Vollzug schwach, verschiebt sich das Spielfeld in Richtung Wettbewerb über Preis und Marketing, während die Regeln zwar formal bestehen, aber praktisch ausfransen. Das erzeugt Druck auf diejenigen, die an Regeln gebunden bleiben, und belohnt zugleich diejenigen, die Grenzbereiche ausreizen. Genau deshalb wird die Frage, wie die Paritätische Stelle arbeitet, zu einer Strukturfrage. Der Schutzschirm ist damit eine Maßnahme, die nicht die Kontrolle relativiert, sondern die Chance erhöht, dass Kontrolle überhaupt konsequent stattfinden kann.

 

Reformkabinett trifft auf Skepsis, Blackout-Protest wird zum Signal, Honorarlinie bleibt als Kernlücke im Verfahren bestehen

Die Reformdebatte um das ApoVWG wird nicht nur in Verbänden geführt, sondern in den Teams, die täglich Versorgung organisieren und die Folgen politischer Verzögerung unmittelbar spüren. Eine Befragungslage, die Skepsis sichtbar macht, ist dabei kein Stimmungsbild im luftleeren Raum, sondern ein Hinweis auf die operative Realität: Wer Tag für Tag unter Personalengpässen, steigenden Kosten und wachsender Erwartung arbeitet, bewertet Reformen zuerst nach der Frage, ob sie Tragfähigkeit schaffen oder nur neue Umstellungen auslösen. In dieser Perspektive wirkt ein Kabinettsdurchlauf nicht als Abschluss, sondern als weiterer Schritt in einem Verfahren, dessen Ergebnis offen bleibt. Skepsis entsteht dann nicht aus Ablehnung von Veränderung, sondern aus der Erfahrung, dass Veränderung häufig ohne die entscheidende Stabilisierung der Basis kommt.

Die Protestaktion unter dem Blackout-Motto verstärkt genau diese Botschaft, weil sie das Unsichtbare sichtbar machen will: die schleichende Erosion, die nicht als plötzlicher Kollaps kommt, sondern als dauernde Überlastung der verbleibenden Strukturen. Wenn Lichter ausgehen, soll das nicht Kunden bestrafen, sondern die politische Wahrnehmung schärfen, dass Versorgung nicht selbstverständlich ist. Gleichzeitig ist diese Protestform riskant, weil sie nur dann trägt, wenn sie den Adressaten erreicht und nicht als symbolische Routine verpufft. Viele Teams bewegen sich dabei in einem Spannungsfeld: Einerseits wächst das Bedürfnis nach Wirkung, andererseits bleibt der Anspruch, Verlässlichkeit im Alltag nicht zu beschädigen. Genau in dieser Spannung zeigt sich, wie eng der Handlungsspielraum geworden ist.

Die Honorarfrage bildet dabei den Dreh- und Angelpunkt, weil sie als Übersetzung von politischem Bekenntnis in wirtschaftliche Realität gilt. Ohne eine klare Linie bleibt jede Reformankündigung für viele Betriebe ein Satz ohne Zahl, und ein Satz ohne Zahl ist kein Planungsinstrument. Skepsis entsteht dann auch dort, wo einzelne Reformbausteine als sinnvoll angesehen werden, weil die Basisfrage offen bleibt: Wie wird die Struktur so finanziert, dass sie die zusätzlichen Erwartungen tatsächlich tragen kann. Wenn diese Frage vertagt wird, wirkt das wie eine Umkehr der Reihenfolge, weil erst neue Aufgaben, neue Modelle oder neue Flexibilitäten diskutiert werden, bevor die Tragfähigkeit gesichert ist. Das erhöht die Nervosität in den Teams, weil Umstellung ohne Stabilität als zusätzlicher Stress wahrgenommen wird.

Hinzu kommt eine Vertrauensdimension, die nicht mit politischer Rhetorik zu lösen ist. Wenn Zusagen in Koalitionslogiken auftauchen, aber in Gesetzespaketen nicht sichtbar werden, entsteht der Eindruck einer wiederkehrenden Differenz zwischen Ankündigung und Vollzug. Für Teams ist das nicht primär ein parteipolitischer Vorwurf, sondern ein Stabilitätsproblem, weil die eigene Zukunftsplanung nicht auf Versprechen gebaut werden kann. Jede Verzögerung verstärkt dann die Wahrnehmung, dass Zeit nicht neutral ist, sondern Kosten erhöht und Spielräume verringert. Skepsis wird so zu einer rationalen Haltung: Solange der Kern nicht geklärt ist, bleibt die Reform ein Verfahren, dessen Wirkung unbewiesen ist.

Der Blackout-Protest ist in diesem Sinne nicht nur Symbol, sondern ein Versuch, die Reformdebatte an ihren Maßstab zu binden: Versorgung braucht eine finanzielle Grundlage, sonst wird jede Strukturdebatte zur Umverteilung von Mangel. Die Teams signalisieren damit, dass sich Belastungen nicht länger durch Idealbilder ausgleichen lassen. Was ankommt, zählt, nicht was angekündigt wird. Solange diese Logik nicht politisch beantwortet wird, bleibt Skepsis ein Teil der Realität, und Protestaktionen werden nicht verschwinden, sondern ihre Formen ändern. Die Reformphase ist damit auch eine Glaubwürdigkeitsphase, in der nicht der nächste Satz entscheidet, sondern der nächste belastbare Mechanismus.

 

PTA-Vertretung wird eingehegt, Landmodell soll erprobt werden, Verhandlungspfad ersetzt Stillstand aber nicht die Honorarentscheidung

Die Debatte um die zeitweise Vertretung der Leitung durch PTA ist im ApoVWG zu einem Symbolkonflikt geworden, weil sie die Frage berührt, wie Politik auf Engpässe reagiert: durch Finanzierung, durch Strukturänderung oder durch beides. Die nun vorgesehene Einhegung als Erprobungsmodell in ländlichen Regionen zeigt, dass das Ministerium die Widerstände wahrnimmt und zugleich eine pragmatische Antwort auf Ausfallrisiken geben will. Eine Probephase und räumliche Kriterien sollen verhindern, dass aus einer Ausnahme sofort eine neue Normalität wird. Gleichzeitig bleibt der Mechanismus politisch heikel, weil er in der Wahrnehmung vieler als Ersatzlösung wirkt, solange die finanzielle Stabilisierung fehlt. Damit wird eine Personalregelung schnell zur Deutung, ob der Staat Stabilität durch Mittel oder durch Substitution herstellen will.

Die Logik des Landmodells folgt dem Argument der Versorgungssicherung: In Regionen mit dünner Dichte können Ausfälle besonders schnell zu Lücken führen, weil es weniger Ausweichmöglichkeiten gibt. Ein eng begrenztes Vertretungsinstrument soll dann verhindern, dass einzelne Standorte bei Krankheit, Urlaub oder kurzfristigen Engpässen komplett ausfallen. Der Nutzen solcher Lösungen hängt jedoch an klaren Leitplanken: Qualifikationsgrenzen, Verantwortungszuordnung, Aufsicht und Dokumentationslogik müssen so definiert sein, dass Sicherheit nicht zum Nebenprodukt wird. In einem System, das auf fachlicher Verantwortung aufbaut, ist jede Stellvertreterregelung ein Eingriff, der nur dann Akzeptanz findet, wenn er als Ausnahme mit Schutzmechanik erkennbar ist. Die Probephase ist daher nicht nur politischer Kompromiss, sondern ein Versuch, Zeit zu gewinnen, ohne das Leitbild offen zu brechen.

Parallel zeigt sich im Entwurf eine zweite Spur, die auf Verfahren setzt: jährliche Verhandlungen sollen als Rhythmus etabliert werden, um Stillstand zu vermeiden. Ein fester Verhandlungspfad kann Dynamik schaffen, weil er die Debatte aus dem Ausnahmezustand in einen planbaren Takt überführt. Doch ein Verhandlungspfad ist kein Ergebnis, solange nicht klar ist, welche Größen verbindlich verhandelt werden und welche Mechanik Stillstand verhindert. Wenn Gespräche nur Gespräche bleiben, wird aus dem Rhythmus eine neue Form der Vertagung. Für die Fläche zählt nicht, ob verhandelt wird, sondern ob verhandelt werden muss und ob daraus verlässlich etwas folgt. Verfahren ohne Ergebnislogik erzeugen neue Unsicherheit, weil sie Erwartungen wecken und Enttäuschungen institutionalisieren.

Auch hier bleibt die Honorarlinie der Kern, der alles überlagert. Solange sie offen ist, werden Struktur- und Personalmaßnahmen nicht als Ergänzung, sondern als Ersatz gelesen. Das ist besonders riskant, weil Ersatzlösungen die politische Versuchung erhöhen können, Stabilisierung über organisatorische Anpassung zu denken, statt über Finanzierung. In der Wahrnehmung vieler entsteht dann ein gefährlicher Kippmoment: Die Ausnahme wird zur Blaupause, weil sie kurzfristig funktioniert, während die langfristige Stabilisierung weiterhin verschoben wird. Genau deshalb wird das Erprobungsmodell so intensiv diskutiert, weil es als Richtungsentscheidung interpretiert wird, auch wenn es formal eng begrenzt ist. Die politische Aufgabe ist dann, die Begrenzung nicht nur zu schreiben, sondern im Vollzug sichtbar zu machen.

Für den Alltag bedeutet das: Eine Probephase kann Versorgung kurzfristig absichern, aber sie erhöht zugleich den Bedarf an klarer Aufsicht und eindeutigen Verantwortungswegen. Je mehr Modelle im System entstehen, desto größer wird die Gefahr regional unterschiedlicher Praxis. Das schwächt Vertrauen, weil Verlässlichkeit dann vom Ort und vom Vollzug abhängt. Wenn jährliche Verhandlungen hinzukommen, wächst zudem der Bedarf an Transparenz über Kriterien, Zeitpunkte und Konsequenzen. In dieser Gemengelage entscheidet sich, ob das ApoVWG als Stabilisierung wahrgenommen wird oder als Sammlung von Reparaturmechanismen. Eine Reform, die auf Probe und Verfahren setzt, braucht deshalb am Ende einen festen Boden, sonst bleibt sie ein bewegliches Gerüst ohne Fundament.

 

WHO warnt vor Feiertagswellen, Grippeimpfung soll Schutz erhöhen, neue Viruslinie verändert Verlauf aber nicht die Grundlogik

Die Warnung der WHO vor einem erhöhten Influenzarisiko rund um Familientreffen und saisonale Gedränge zielt auf eine einfache Beobachtung: In der kalten Jahreszeit verdichten sich Kontakte, und Verdichtung ist der Beschleuniger jeder Atemwegswelle. Wenn mehrere Generationen zusammenkommen, steigen nicht nur die Ansteckungschancen, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, dass Infektionen jene treffen, für die sie am riskantesten sind. Deshalb rückt die Empfehlung zur Grippeimpfung vor Treffen besonders dann in den Mittelpunkt, wenn ältere Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem beteiligt sind. Der entscheidende Punkt ist dabei weniger ein Appell, sondern die Zeitachse: Schutz baut sich nicht sofort auf, sondern braucht Vorlauf. Wer spät handelt, erreicht den Schutz oft erst, wenn die Welle schon da ist.

Die Diskussion wird in dieser Saison zusätzlich durch Hinweise auf eine neue zirkulierende Influenza-Variante geprägt, die genetisch auffällt und deshalb Aufmerksamkeit bekommt. Gleichzeitig bleibt die zentrale medizinische Aussage nüchtern: Genetische Veränderungen bedeuten nicht automatisch schwerere Verläufe, sie verändern aber die Unsicherheit, mit der Systeme planen müssen. Für die Risikokommunikation ist das heikel, weil Alarmismus Vertrauen zerstört, Verharmlosung aber Vorbereitung verhindert. Die WHO ordnet das deshalb in eine pragmatische Linie ein: Impfstoffe müssen nicht jede Variante punktgenau abbilden, um vor schweren Verläufen und Krankenhausbehandlungen zu schützen. Entscheidend ist die Schutzwirkung gegen schwere Krankheit, nicht die Illusion vollständiger Infektionsvermeidung. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie Erwartungen realistisch hält.

Für Deutschland bleibt die Empfehlungslage der STIKO ein stabiler Referenzrahmen, weil sie Risikogruppen klar benennt und damit Prioritäten setzt. Ältere Menschen, chronisch Erkrankte, Schwangere, Bewohner von Pflegeeinrichtungen und medizinisches Personal gelten als Gruppen, für die Nutzen und Schutzbedarf besonders hoch sind. Diese Priorisierung ist nicht exklusiv, sondern ein Ausdruck begrenzter Zeit, begrenzter Ressourcen und begrenzter Belastbarkeit in den Wintermonaten. Wenn andere Länder breiter impfen, spiegelt das unterschiedliche Strategien wider, nicht zwingend bessere oder schlechtere. In der Praxis zählt, dass die Gruppen mit dem höchsten Risiko nicht erst im Nachhinein erreicht werden, wenn Intensivkapazitäten und hausärztliche Strukturen bereits unter Druck geraten. Prävention ist in dieser Logik die frühere Entscheidung, nicht die spätere Reaktion.

Neben Impfung betont die WHO auch Verhaltensaspekte, die banal wirken, aber in Wellenphasen entscheidend sein können: bei Atemwegsbeschwerden Abstand halten, Kontakte reduzieren, bei anhaltenden Symptomen diagnostisch abklären lassen. Der Wert solcher Empfehlungen liegt nicht in Perfektion, sondern in der Reduktion von Spitzenlasten. Wenn viele gleichzeitig erkranken, steigen nicht nur individuelle Risiken, sondern auch Systemrisiken, weil Versorgungskapazitäten zeitgleich belastet werden. Gerade um Feiertage kann das problematisch werden, weil zusätzliche Faktoren wie Reiseverkehr, geschlossene Praxen und reduzierte Abläufe zusammentreffen. Deshalb ist die Warnung vor Gedränge nicht moralisch, sondern systemisch gemeint. Der Winter ist nicht gefährlich, weil Menschen sich treffen, sondern weil sich Treffen, Welle und Vulnerabilität überlagern.

Die Kernbotschaft bleibt damit klar: Eine frühe Impfung kann die Wahrscheinlichkeit schwerer Verläufe senken, und sie wirkt am besten, wenn sie rechtzeitig vor den stärksten Kontaktphasen erfolgt. Neue Viruslinien verändern die Aufmerksamkeit, aber nicht die Grundlogik der Vorbereitung. Wenn Schutz aufgebaut werden soll, muss er vor dem Höhepunkt beginnen, nicht danach. Für das Gesundheitssystem ist das ein Unterschied zwischen kontrollierbarer Belastung und Überlastungsspitzen. Genau deshalb wird die Grippeimpfung vor Familientreffen zu einer Empfehlung, die weniger über individuelle Disziplin spricht als über kollektive Risikoreduktion. In einer Saison, die früher und dichter startet, gewinnt dieser Vorlauf an Bedeutung, weil Zeitfenster schrumpfen und die Wirkung von Prävention davon abhängt, ob sie rechtzeitig ankommt.

An dieser Stelle fügt sich das Bild.

Reformpolitik wird heute an ihrer Vollzugsarchitektur gemessen, weil Kontrolle nur wirkt, wenn Haftungslogik Entscheidungen ermöglicht. Parallel zeigt die Debatte um Vertretungsmodelle, wie eng Versorgungssicherung und Personalrealität miteinander verknüpft sind. In der Prävention rückt die Grippewelle näher, und Empfehlungen gewinnen Gewicht, weil Zeitfenster für Schutz kleiner werden. Und europäisch bleibt die Versandfrage ein Prüfstein dafür, ob Schutzargumente präzise genug sind, um Regeln tragfähig zu machen.

Dies ist kein Schluss, der gelesen werden will – sondern eine Wirkung, die bleibt. Wenn Preisbindung kontrolliert werden soll, braucht es Gremien, die entscheiden können, ohne durch Haftungsangst gelähmt zu werden. Wenn Vertretung erprobt wird, entscheidet die Begrenzung im Alltag darüber, ob Ausnahme bleibt oder Normalität wird. Wenn Influenza früh und dicht anläuft, zählt Vorbereitung mehr als Appell, weil Schutz nur mit Vorlauf entsteht. Und wenn Versandregeln im Binnenmarkt geprüft werden, zeigt sich, dass Ordnung nur hält, wenn sie als verhältnismäßige Logik bestehen kann.

Journalistischer Kurzhinweis: Themenprioritäten und Bewertung orientieren sich an fachlichen Maßstäben und dokumentierten Prüfwegen, nicht an Vertriebs- oder Verkaufszielen. Heute verdichten sich Reformvollzug, Personalengpässe, Präventionsdruck und Binnenmarktrecht zu derselben Frage nach belastbarer Wirkung.

 

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