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APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |
Starkregen, Cyberattacken, Versorgungslücken – die Risiken unserer Zeit sind vielfältig und nehmen zu. Während viele Hausbesitzer in Deutschland noch immer unzureichend gegen Naturgefahren versichert sind, geraten Apotheken durch die Digitalisierung und das E-Rezept ins Visier von Hackern. Gleichzeitig rücken pharmazeutische Dienstleistungen ins Zentrum gesundheitspolitischer Debatten, während Online-Apotheken ihren Einfluss ausbauen. In den USA sorgt ein massiver Stellenabbau im Gesundheitsministerium für Unruhe, und die Apobank muss wegen früherer Wertpapiergeschäfte eine hohe Steuernachzahlung leisten. Zugleich verspricht ein neuer Chikungunya-Impfstoff Fortschritte in der Prävention, während FSME-Infektionen durch Zecken deutlich zunehmen – bei erschreckend niedriger Impfquote. Auch sportlich motivierte Frühlingsstarter werden gewarnt: Übermut kann schnell zu gesundheitlichen Rückschlägen führen. Wer die Zeichen der Zeit ignoriert, riskiert mehr als nur kurzfristige Schäden.
In Deutschland sind viele Wohngebäude unzureichend gegen die zunehmenden Gefahren durch Starkregen versichert. Vor allem ältere Versicherungsverträge enthalten häufig keinen Schutz gegen Elementarschäden, obwohl Überschwemmungen durch plötzlich einsetzende Unwetter immer häufiger auftreten. Diese Entwicklung trifft nicht mehr nur klassische Risikozonen, sondern zunehmend auch bisher verschonte Regionen. Angesichts der durch den Klimawandel bedingten Wetterextreme rückt die Relevanz eines umfassenden Versicherungsschutzes gegen Naturgefahren zunehmend in den Fokus – auch politisch wird über eine mögliche Pflichtversicherung diskutiert.
Parallel dazu zeigt sich in der Gesundheitsbranche ein wachsender Bedarf an Risikovorsorge im digitalen Raum. Die Digitalisierung der Arzneimittelversorgung, insbesondere durch die Einführung des elektronischen T-Rezepts, stellt Apotheken vor neue Herausforderungen. Während die Effizienz der Versorgung und die Verwaltung von Gesundheitsdaten gesteigert werden sollen, steigt gleichzeitig die Gefahr von Cyberangriffen, Datenlecks und Systemausfällen. Ein IT-Versagen kann nicht nur zu Betriebsunterbrechungen führen, sondern auch das Vertrauen in die Gesundheitsversorgung gefährden. Experten betonen daher die Notwendigkeit umfassender Cyber-Versicherungen, die auch Präventions- und Notfallmaßnahmen einschließen, um Apotheken im digitalen Zeitalter abzusichern.
Für den Online-Apothekenmarkt in Europa zeichnet sich unterdessen eine personelle Neuaufstellung ab. Bei der kommenden Hauptversammlung des Versandapothekenkonzerns Redcare soll es zu einer Rückkehr der Unternehmensgründer kommen: Michael Köhler und Stephan Weber sind für den Aufsichtsrat nominiert. Sie werden dort Frank Köhler und Henriette Peucker ablösen, die ihre Mandate niederlegen. Der Schritt gilt als strategische Weichenstellung, um neue Dynamik in das Unternehmen zu bringen und die Entwicklung in einem zunehmend umkämpften Markt zu prägen.
Zukunftsentscheidend sind auch pharmazeutische Dienstleistungen, die in Deutschland bislang oft unterschätzt wurden. Dr. Christian Wegner von der Medipolis-Gruppe fordert in diesem Zusammenhang eine grundlegende Neubewertung. Diese Dienstleistungen – wie Medikationsanalysen, standardisierte Blutdruckmessungen oder die Beratung bei Polymedikation – könnten helfen, das Gesundheitssystem langfristig zu entlasten und die Arzneimitteltherapiesicherheit zu verbessern. Es sei an der Zeit, die Apotheken nicht nur als Dispensierstellen, sondern als integralen Teil der medizinischen Versorgung zu verstehen.
Ein drastischer Einschnitt im US-amerikanischen Gesundheitswesen wirft derweil international Schatten: Das US-Gesundheitsministerium kündigte an, rund 20.000 Stellen abzubauen. Die Zahl der Mitarbeiter soll von 82.000 auf 62.000 sinken. Minister Robert F. Kennedy Jr. führt die Entscheidung auf Effizienzüberlegungen zurück, in Einklang mit einem Sparkurs der Trump-Administration. Kritiker warnen jedoch vor einer Schwächung der Gesundheitsstrukturen, insbesondere in ländlichen Regionen.
Digitalisierung prägt auch den Apothekenmarkt in Deutschland zunehmend. Der „Versorgungsmonitor Online-Apotheken“ des Analysehauses DatamedIQ zeigt deutliche regionale Unterschiede in der Versorgung. Während einige Regionen bereits stark von Versandapotheken profitieren, zeigt sich in anderen ein deutlicher Nachholbedarf. Die Erkenntnisse sollen zur besseren Steuerung der Versorgung beitragen und können auch eine Grundlage für regulatorische Diskussionen sein, etwa über Apothekenpflichten und Versandregelungen.
Rechtliche Grenzen im Onlinehandel sind ebenfalls wieder in den Fokus gerückt. Ein Anbieter hatte eine Zahnpasta als vermeintliches Sonderangebot deklariert, obwohl der Preis dem regulären Verkaufspreis entsprach. Die Verbraucherschutzzentrale klagte erfolgreich, das Gericht wertete die Aktion als irreführende Werbung. Der Fall unterstreicht, dass auch im digitalen Apothekenumfeld strenge wettbewerbsrechtliche Standards gelten, deren Einhaltung gerichtlich überprüft wird.
Finanzielle Unregelmäßigkeiten betreffen unterdessen die Deutsche Apotheker- und Ärztebank. Die Apobank musste im vergangenen Jahr eine Steuernachzahlung in Höhe von 125 Millionen Euro leisten. Hintergrund sind Wertpapierleihgeschäfte aus den 1990er Jahren, die rückwirkend als steuerpflichtig bewertet wurden. Die Finanzaufsicht sieht hierin einen Verstoß gegen bestehende Melde- und Abgabepflichten. Der Vorfall stellt die Bank in ein schwieriges Licht und zwingt zur Überprüfung interner Compliance-Mechanismen.
Medizinisch gibt es hingegen Fortschritte zu vermelden: Seit März dieses Jahres steht in Deutschland ein neuer Impfstoff gegen das Chikungunya-Fieber zur Verfügung. Der Impfstoff Ixchiq®, entwickelt vom Biotech-Unternehmen Valneva, soll insbesondere Menschen in Risikogebieten schützen. Obwohl das Virus in Europa bislang nicht endemisch war, nehmen die Risiken aufgrund der Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke zu. Experten werten die Zulassung als wichtigen Meilenstein in der Präventivmedizin gegen tropische Viruserkrankungen.
Die Gefahr durch Zeckeninfektionen nimmt parallel zu den steigenden Temperaturen zu. Besonders die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) breitet sich in Deutschland weiter aus. Im Jahr 2024 wurden 686 Erkrankungen gemeldet – ein Höchststand. Neben klassischen Risikogebieten in Süddeutschland sind inzwischen auch neue Regionen wie der brandenburgische Landkreis Elbe-Elster betroffen. Dennoch ist die Impfquote mit nur 19 Prozent laut Robert Koch-Institut erschreckend niedrig. Die Gesundheitsbehörden warnen eindringlich und rufen zur Impfung sowie zu vorsorglichen Schutzmaßnahmen bei Freizeitaktivitäten im Freien auf.
Auch in den Apotheken spielt das Thema Prävention eine wachsende Rolle – etwa im Kontext sportlicher Betätigung. Mit dem Frühlingsbeginn steigt die Zahl der Menschen, die sich sportlich betätigen wollen, rapide an. Doch gerade Neueinsteiger unterschätzen oft die Belastung für Muskeln und Gelenke. Die Folge sind Überlastungen, Verletzungen und Frustration. Gesundheitsexperten empfehlen daher einen sanften Einstieg, idealerweise begleitet von Beratung durch Apothekerinnen und Apotheker zur richtigen Ergänzung mit Mikronährstoffen, Salben oder Bandagen.
Insgesamt zeigt sich: Ob Naturgefahren, Cyberrisiken, medizinische Innovationen oder gesundheitspolitische Entscheidungen – das Spannungsfeld zwischen Prävention, Versorgungssicherheit und Digitalisierung prägt die aktuellen Entwicklungen im Gesundheitssektor in Deutschland und darüber hinaus. Die Bereitschaft zur Anpassung, der Ausbau von Schutzmechanismen sowie ein ganzheitliches Risikomanagement werden dabei zum Schlüsselfaktor für Stabilität und Vertrauen.
Die aktuellen Entwicklungen offenbaren eine zentrale Erkenntnis: Wer heute Verantwortung trägt – ob als Hausbesitzer, Apotheker, Politiker oder Unternehmer – kommt um professionelles Risikomanagement nicht mehr herum. Der Klimawandel macht Naturkatastrophen wie Starkregen zur neuen Realität, während die Digitalisierung nicht nur Chancen, sondern auch ernsthafte Bedrohungen für die Versorgungssicherheit im Gesundheitswesen mit sich bringt. Es ist fahrlässig, diese Risiken zu ignorieren oder mit veralteten Verträgen und Technologien zu reagieren.
Gerade in den Apotheken, die zunehmend zur tragenden Säule der dezentralen Gesundheitsversorgung werden, braucht es jetzt mehr als Lippenbekenntnisse zur Digitalisierung. Ohne robuste IT-Sicherheitskonzepte und eine flächendeckende Cyber-Versicherung steht nicht nur die Betriebsfähigkeit auf dem Spiel, sondern auch das Vertrauen der Bevölkerung in ein funktionierendes Gesundheitssystem. Dass gleichzeitig pharmazeutische Dienstleistungen trotz ihres belegbaren Mehrwerts weiterhin zu wenig gefördert werden, zeigt die Diskrepanz zwischen politischer Rhetorik und gesundheitspolitischer Realität.
Auch auf dem internationalen Parkett ist Augenmaß gefragt. Wenn in den USA zehntausende Stellen im Gesundheitsministerium gestrichen werden, mag das kurzfristig Kosten sparen – langfristig aber untergräbt es die Stabilität eines Systems, das ohnehin unter Druck steht. Dass Deutschland trotz allem in Prävention investiert – etwa durch neue Impfstoffe oder die Bekämpfung von FSME – ist zu begrüßen. Doch ohne eine klare Kommunikationsstrategie, die Ängste nimmt und zum Handeln motiviert, bleiben viele Maßnahmen wirkungslos. Die Impfquote gegen FSME spricht eine deutliche Sprache.
Nicht zuletzt offenbaren die Zahlen zur Apobank und die rechtlichen Stolpersteine im Onlinehandel ein grundsätzliches Problem: Zu oft wird auf Sicht gefahren. Wer sich auf alten Strukturen ausruht, zahlt früher oder später den Preis – ob in Form von Steuernachzahlungen, Imageverlust oder Kundenabwanderung. Die Gegenwart verlangt Weitblick, Investitionen in Schutzsysteme und eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Schwachstellen unserer Zeit.
Es ist höchste Zeit, nicht nur über Resilienz zu sprechen, sondern sie zur strategischen Leitlinie zu machen. Wer vorbereitet ist, bleibt handlungsfähig – und das ist heute mehr denn je das entscheidende Kriterium für Zukunftsfähigkeit.
Von Engin Günder, Fachjournalist
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