• 02.04.2025 – Apotheken-News: Apotheken zwischen Zöllen und Versorgungskrise

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APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |

Apotheken-News: Apotheken zwischen Zöllen und Versorgungskrise

 

Globale Handelskonflikte stören Lieferketten, treiben Preise und setzen die Arzneimittelversorgung unter Druck

Globale Machtspiele und wirtschaftlicher Protektionismus bleiben nicht ohne Folgen für das Gesundheitswesen. Apotheken in Deutschland geraten zunehmend unter Druck: Zölle auf pharmazeutische Vorprodukte, unterbrochene Lieferketten und politische Spannungen erschweren die Arzneimittelversorgung erheblich. Die Folge sind steigende Kosten, leere Regale und wachsender Stress im Apothekenalltag – während die Politik keine wirksamen Gegenstrategien präsentiert. Der Bericht zeigt, wie weltpolitische Entscheidungen eine der sensibelsten Versorgungsstrukturen ins Wanken bringen.


Die weltweiten Handelskonflikte spitzen sich weiter zu, und längst sind es nicht mehr nur Stahl, Aluminium oder Elektronikprodukte, die von protektionistischen Maßnahmen betroffen sind. Auch Arzneimittel und deren Vorprodukte geraten zunehmend ins Visier wirtschaftspolitischer Machtspiele. Insbesondere die Zollpolitik der Vereinigten Staaten unter dem früheren Präsidenten Donald Trump, aber auch neue Spannungen zwischen China, Indien und westlichen Staaten verschärfen die Lage. In der Folge wird die pharmazeutische Lieferkette immer brüchiger – mit direkten Folgen für Apotheken in Deutschland.

Während sich der globale Fokus häufig auf ökonomische Kennzahlen, Börsenverläufe oder Exportstatistiken richtet, geraten die konkreten Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung oft in den Hintergrund. Doch in Apotheken zeigt sich inzwischen deutlich, dass Zölle, Exportbeschränkungen und unterbrochene Lieferketten keine abstrakten Themen bleiben. Viele Arzneimittel – ob Wirkstoffe, Zwischenprodukte oder Fertigpräparate – werden in internationalen Produktionsnetzen hergestellt, wobei China und Indien eine Schlüsselrolle einnehmen. Wenn diese Lieferketten durch Handelshemmnisse, politische Spannungen oder nationale Exportstopps blockiert werden, bleibt dies nicht folgenlos.

Apotheken berichten zunehmend von Engpässen bei Standardmedikamenten, steigenden Einkaufspreisen und unberechenbaren Lieferzeiten. Der Mehraufwand zur Beschaffung alternativer Präparate oder zur Aufklärung von Patientinnen und Patienten wächst. Besonders dramatisch ist die Lage bei Medikamenten, bei denen keine gleichwertigen Alternativen zur Verfügung stehen. Der daraus entstehende Druck in der Beratung vor Ort, kombiniert mit steigenden Betriebskosten und stagnierender Vergütung, lässt viele Apotheken an ihre Belastungsgrenze kommen.

Gleichzeitig fehlt es auf politischer Ebene an effektiven Antworten. Zwar wird der Ruf nach „strategischer Autonomie“ in der Arzneimittelversorgung lauter, doch konkrete Maßnahmen wie der Wiederaufbau von Produktionskapazitäten in Europa verlaufen schleppend. Die derzeitige Versorgungskrise ist kein kurzfristiges Phänomen, sondern Ausdruck einer strukturellen Fehlentwicklung, die über Jahre hinweg durch wirtschaftliche Effizienzmaximierung befeuert wurde. Die massive Abhängigkeit von wenigen Produzentenländern wurde in Kauf genommen – nicht zuletzt, weil günstige Preise im Gesundheitssystem als vorrangiges Ziel galten.

Mit den aktuellen geopolitischen Verschiebungen wird deutlich, wie verwundbar dieses System ist. Die Apotheken stehen dabei an vorderster Front. Sie müssen die Versorgung aufrechterhalten, ohne die Mittel zu haben, globale Versorgungsengpässe auszugleichen. Die Verantwortung wird auf die letzte Stufe der Versorgungspyramide abgewälzt – und das, obwohl genau dort am wenigsten Einfluss auf weltpolitische Entwicklungen besteht. Statt klare Regeln für systemrelevante Güter wie Medikamente zu schaffen, dominieren nationale Interessen und kurzfristige Strategien.

Auch wirtschaftlich wirkt sich die Unsicherheit verheerend aus. Wenn Preise für bestimmte Medikamente plötzlich steigen oder Lieferfristen nicht eingehalten werden, können Apotheken kaum kalkulieren. Gleichzeitig sind viele gesetzlich verpflichtet, zu festen Preisen zu beliefern oder erhalten keine Erstattung für Zusatzaufwand. Die wirtschaftliche Schieflage vieler Apotheken wird durch diese Entwicklungen verschärft. Die Debatte über Handelszölle und nationale Abschottung darf daher nicht isoliert geführt werden – sie betrifft unmittelbar die gesundheitliche Grundversorgung.


Kommentar:

Dass Arzneimittelversorgung längst ein geopolitisches Thema ist, wird oft übersehen. Während Politiker weltweit über Handelsbilanzen, Machtprojektion und Zollmaßnahmen verhandeln, leiden Apotheken und Patientinnen und Patienten unter den Folgen eines Systems, das auf globaler Vernetzung basiert, jedoch keine Schutzmechanismen für systemkritische Bereiche vorsieht. Die aktuelle Lage zeigt schonungslos, wie gefährlich diese Lücke ist.

Zölle auf pharmazeutische Rohstoffe oder politische Spannungen mit wichtigen Produzentenländern wie China oder Indien sind nicht nur wirtschaftliche Herausforderungen – sie gefährden die Versorgungssicherheit in Europa. Wenn die Produktion von lebenswichtigen Medikamenten auf wenige Regionen konzentriert ist und diese dann durch politische Entscheidungen blockiert werden, steht die Apotheke in Deutschland am Ende der Kette – mit leeren Regalen und hilflosen Antworten.

Die Diskussion muss deshalb viel grundsätzlicher geführt werden. Es reicht nicht, über einzelne Lieferprobleme zu sprechen oder kurzfristige Ausnahmen zu verhandeln. Nötig ist eine konsequente Neuausrichtung der Handelspolitik im Bereich medizinischer Güter. Dazu gehört ein multilateraler Schutzmechanismus für Arzneimittel und deren Vorprodukte, der unabhängig von politischen Spannungen funktionieren kann. Ebenso notwendig ist ein realistischer Wiederaufbau von Produktionskapazitäten in Europa – nicht als PR-Maßnahme, sondern als strategisches Projekt.

Auch in Deutschland braucht es ein Umdenken. Apotheken dürfen nicht weiter die Rolle des Versorgungsdämpfers übernehmen, ohne entsprechende politische und wirtschaftliche Unterstützung. Wer den Wert dezentraler Versorgung betont, muss diese auch absichern – finanziell, strukturell und regulatorisch. Sonst bleibt der Apothekenbetrieb ein System, das im Krisenmodus funktioniert, aber keine Zukunftssicherheit bietet.

Handelskonflikte werden bleiben – doch sie dürfen nicht weiter auf dem Rücken eines Gesundheitssystems ausgetragen werden, das ohne stabile Versorgungsketten nicht funktionieren kann. Die Apotheke ist keine Zollstation, sondern ein Versorgungsanker – und sie verdient politischen Schutz, nicht politische Ignoranz.

Von Engin Günder, Fachjournalist

 

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