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APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |
Humorvolle Aprilscherze in Apotheken stehen im Kontrast zu Fällen mutmaßlichen Abrechnungsbetrugs mit Millionenvolumen. Die flächendeckende Einführung des E-Rezepts bringt zwar digitale Fortschritte, birgt aber auch das Risiko existenzbedrohender Vermögensschäden bei Verlusten. Gleichzeitig bedrohen zunehmende Starkregenereignisse unzureichend versicherte Immobilien – ein wachsendes Problem auch für Apothekenstandorte. Hoffnung setzt sich in Brandenburg fest, wo Apotheker auf eine Anhebung des Fixums und weniger Bürokratie drängen. Währenddessen verzweifeln ausländische Fachkräfte an undurchsichtigen Prüfungsverfahren – manche wechseln deshalb das Bundesland. All diese Entwicklungen zeigen: Die Herausforderungen sind vielfältig, der Reformbedarf dringlich.
Die Digitalisierung macht auch vor Apotheken nicht Halt – mit Chancen, aber auch erheblichen Risiken. Während in der Rottal-Apotheke in Rott am Lech der 1. April genutzt wurde, um mit einem Scherz über Pizzalieferungen aus der Offizin für Lacher zu sorgen, ist die Realität im Apothekenwesen oft deutlich weniger heiter. Ein Beispiel dafür liefert ein gravierender Fall mutmaßlichen Abrechnungsbetrugs, bei dem eine Apotheke in den Jahren 2022 und 2023 mit Hochpreiserrezepten Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe generierte. Die Kassen gehen Hinweisen dieser Art intensiv nach, denn die Missbrauchsmöglichkeiten im Bereich der Arzneimittelversorgung – insbesondere bei teuren Spezialpräparaten – bleiben trotz regulatorischer Vorgaben ein sensibles Thema.
Parallel dazu stellen sich viele Apotheken auf die flächendeckende Einführung des E-Rezepts ein. Der digitale Rezepttransfer soll perspektivisch Papier und manuelle Abläufe überflüssig machen, doch die Umstellung bringt neue Risiken mit sich. Der Verlust von E-Rezepten kann für Apotheken gravierende finanzielle Folgen haben, etwa wenn Rezepte nach Einlösen verschwinden oder technische Übermittlungsprobleme zu Abrechnungsverlusten führen. Daher rücken Strategien zum Schutz vor Vermögensschäden in den Fokus. Versicherungsprodukte mit Elementen wie einer erweiterten Vermögensschadenhaftpflicht oder gezielten Absicherungen bei IT-Ausfällen gewinnen an Bedeutung. Hinzu kommt der Ruf nach mehr Rechtssicherheit und klaren Richtlinien für den Umgang mit E-Rezept-Verlusten, insbesondere bei Retaxationsgefahren.
Auch jenseits der Apotheke nehmen Schadensrisiken für Bürger und Unternehmen zu – ein Beispiel ist der wachsende Druck durch Wetterextreme. Der Klimawandel führt zu immer häufiger auftretendem Starkregen, der sich binnen weniger Minuten zu verheerenden Überschwemmungen auswachsen kann. Doch viele Häuser in Deutschland sind unzureichend gegen Naturgefahren versichert. Besonders gefährdet sind Immobilien mit älteren Policen, bei denen Elementarschutz nicht standardmäßig enthalten ist. Experten fordern eine stärkere Aufklärung über Risikozonen und einen einfacheren Zugang zu Versicherungsschutz – nicht zuletzt deshalb, weil neue Risikogebiete längst nicht mehr nur in Flussnähe liegen, sondern sich durch städtische Verdichtung und Bodenversiegelung auch in bisher als sicher geltenden Regionen ausbreiten.
Zurück in die Apotheke, die nicht nur von klimatischen, sondern auch von strukturellen Veränderungen betroffen ist. So wächst der Druck auf die Politik, das Apothekenfixum an die realen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Michael Kranz, Inhaber der Grünen Apotheke in Prenzlau, betont, dass eine Erhöhung des Fixums auf 9,50 Euro in Verbindung mit dem Abbau von Bürokratie eine sinnvolle Richtung darstelle. Derzeit sei der wirtschaftliche Betrieb vieler Apotheken nur noch durch zusätzliche Belastungen wie Selbstzahlerangebote oder reduzierte Personalkosten zu stemmen. Gleichzeitig werde der bürokratische Aufwand für pharmazeutische Dienstleistungen und Rabattverträge immer größer, was gerade kleinere Betriebe an ihre Grenzen bringe.
Diese strukturellen Herausforderungen betreffen nicht nur bestehende Apotheken, sondern auch den Berufsnachwuchs – vor allem, wenn dieser aus dem Ausland kommt. Die Kenntnisprüfung, die ausländische Apothekerinnen und Apotheker bestehen müssen, sorgt seit Jahren für Kritik. Die Durchfallquoten sind hoch, nicht zuletzt wegen intransparenter Bewertungsmaßstäbe und der Angst vor einzelnen Prüferpersönlichkeiten. Es kommt immer wieder vor, dass Fachkräfte in andere Bundesländer ausweichen, um die Prüfung unter vermeintlich faireren Bedingungen abzulegen. Die Folge ist eine unnötige Verzögerung der Integration dringend benötigter Fachkräfte in den deutschen Apothekenmarkt – und ein systemisches Versäumnis in der Nutzung des internationalen Potenzials für die pharmazeutische Versorgung.
Insgesamt zeigt sich: Zwischen Bürokratie, Digitalisierung, Klimawandel und Nachwuchsmangel steht das Apothekenwesen in Deutschland an einem Scheideweg. Es braucht mehr denn je eine strukturierte Debatte über Zukunftssicherheit, faire Vergütung und den verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien – denn weder Pizza noch Papierverschwendung werden langfristig das Überleben der Apotheken sichern.
Was auf den ersten Blick nach buntem Apothekenalltag klingt – von Aprilscherzen mit Pizza über neue Rezeptsysteme bis hin zu Starkregenrisiken – offenbart bei näherem Hinsehen ein ernstes Bild struktureller Überforderung. Die Branche steht an mehreren Fronten gleichzeitig unter Druck: Bürokratie, Digitalisierung, Fachkräftemangel, wirtschaftliche Schieflagen und nicht zuletzt die Unwägbarkeiten des Klimawandels treffen auf ein System, das sich seit Jahren in einer politischen Warteschleife befindet.
Es ist bezeichnend, dass die Einführung des E-Rezepts – eigentlich eine technologische Vereinfachung – zum potenziellen finanziellen Risikofaktor für Apotheken werden kann. Wer heute ein Rezept verliert, verliert unter Umständen die Grundlage seiner Abrechnung. Dass Versicherer inzwischen spezielle Policen gegen solche digitalen Vermögensschäden anbieten, ist ein Symptom, kein Fortschritt. Es zeigt, wie wenig resilient das System für die digitale Realität bisher gemacht wurde.
Gleichzeitig diskutieren Apothekenleiter über eine Erhöhung des Fixums auf 9,50 Euro – ein Betrag, der angesichts der gestiegenen Kosten für Energie, Personal und Verwaltung eher als Minimalforderung denn als echte Zukunftsinvestition verstanden werden muss. Wer ernsthaft die wohnortnahe Versorgung mit Arzneimitteln sichern will, darf sich nicht auf kosmetische Maßnahmen beschränken, sondern muss strukturell eingreifen: weniger bürokratische Last, verlässliche Honorierung, und ein klares Bekenntnis zur inhabergeführten Apotheke als Grundpfeiler der Gesundheitsversorgung.
Hinzu kommt: Der Umgang mit ausländischen Fachkräften bleibt ein Armutszeugnis. Die Kenntnisprüfung gleicht einem Lotteriespiel – mal Glück, mal gefürchtete Prüferpersönlichkeiten, mal Wechsel des Bundeslands in letzter Not. Wer so mit dringend benötigtem Personal umgeht, muss sich nicht wundern, wenn qualifizierte Kräfte auf andere Länder ausweichen.
Selbst der Klimawandel macht vor Apotheken nicht halt, wenn Starkregen ganze Stadtviertel flutet und der Versicherungsschutz unzureichend ist. Was wie ein Randthema wirkt, ist ein weiteres Beispiel für die wachsende Komplexität, mit der sich Apothekenbetreiber auseinandersetzen müssen – neben Medikamentenlieferengpässen, gesetzgeberischen Unsicherheiten und ständig neuen Anforderungen von Kassen und Aufsichtsbehörden.
Die vielen kleinen Meldungen, die den Apothekenalltag prägen, ergeben in Summe ein klares Bild: Das System ist überfrachtet, schlecht vorbereitet auf die Zukunft und zu lange auf Verschleiß gefahren. Es braucht mehr als Aprilscherze und Durchhalteparolen. Es braucht echten politischen Willen, den Wert der Apotheke nicht nur rhetorisch, sondern auch strukturell zu sichern. Alles andere ist ein gefährlicher Selbstbetrug.
Von Engin Günder, Fachjournalist
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